Direkt zum Inhalt
Bewaffnung in den USA

Bewaffnung in den USA Immer mehr Frauen in der Community bewaffnen sich aus Angst

ms - 16.02.2026 - 12:30 Uhr
Loading audio player...

Als Reaktion auf zunehmende politische Gewalt und Bedrohungen greifen in den USA offenbar immer mehr lesbische Frauen zu Schusswaffen. Hintergrund sind demnach Berichte über Übergriffe im Umfeld der „Make America Great Again“-Bewegung sowie eine aufgeheizte politische Stimmung, die sich gegen LGBTIQ+ richtet. 

Trend setzt sich fort 

Bereits 2024 berichtete der britische Guardian darüber, dass in den USA insbesondere Frauen aus der LGBTIQ+-Community nach Trumps Wiederwahl verstärkt Waffen gekauft haben. Eine neue NPR-Recherche von Ende 2025 untermauert nun diese These, demnach kauften in den letzten Monaten vor allem liberale, lesbische und schwarze Frauen aus der Community verstärkt Waffen sowie Elektroschocker zum Eigenschutz ein. Der Trend habe sich zuletzt noch weiter verstärkt, auch durch die Einwanderungsbehörde ICE und den Tod einer lesbischen Aktivistin

Worst-Case-Szenarien

Die bekannte lesbische Schriftstellerin und Journalistin Christina Cauterucci (New York Times) erklärte ebenso, Trumps zweite Amtszeit habe „angesichts der klaren Bedrohung und der zunehmenden Realität politischer Gewalt“ dazu geführt, dass mehr queere Menschen Waffen besitzen. Cauterucci schilderte weiter: „ „Einige queere Freundinnen und Freunde lernen den Umgang mit Schusswaffen, kaufen neue Waffen oder informieren sich über Gewehre zur Selbstverteidigung. Gemeinsam sprechen wir Worst-Case-Szenarien durch, die noch vor wenigen Monaten wie reine Fantasie gewirkt hätten, und entwerfen dabei unzählige Zukunftsbilder, die zugleich möglich und unvorstellbar erscheinen.“ Zugleich werde der wachsende Waffenbesitz innerhalb der LGBTIQ+-Community genutzt, um diese weiter zu stigmatisieren, so die Autorin weiter. 

Community und Waffen

Trotz der Zunahme im Bereich Waffenbesitz zeigen Studien der letzten Jahren, unter anderem vom Williams Institute oder der UCLA Center for Health Policy Research auf, dass Schusswaffen unter Schwulen, Lesben und Bisexuellen bis heute in den USA nicht so weit verbreitet sind wie in der gesamten Bevölkerung. Demnach haben etwa 19 Prozent der lesbischen, schwulen und bisexuellen Erwachsenen in den USA eine Waffe zu Hause, verglichen mit rund 35 Prozent der heterosexuellen Erwachsenen. Wissenschaftliche Erhebungen betonen allerdings, dass bundesweit keine vollständigen, systematischen Zahlen darüber existieren, wie viele Waffen tatsächlich im Besitz von LGBTIQ+-Menschen sind. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Fans und Crew bestürzt

Dreharbeiten vorerst ausgesetzt

"Drag Race Philippines" trauert: Die Kandidatin Misua ist plötzlich während der Dreharbeiten gestorben. Sie wurde nur 27 Jahre alt.
Direkte Folgen für Sicherheit

Gewaltschutzgesetz-Anpassung nötig

Personen aus der LGBTIQ+-Community sind laut Forschung besonders häufig von digitaler Gewalt betroffen, die durch KI-Einsatz gezielt verstärkt wird.
Er sei besser als Donald Trump

Ex-CNN-Moderator ins Weiße Haus?

Don Lemon hat erstmals öffentlich darüber gesprochen, sich vorstellen zu können, als erster offen schwuler US-Präsident zu kandidieren.
25 Jahren nicht in Deutschland

Entscheidung fällt im Oktober

Dresden steht vor der Ausrichtung des Europride 2029, Deutschland wäre nach 25 Jahren wieder Ausrichter.
Urteil gegen Jacques Tilly

102 Monate Haft für Karnevalsbauer

Ein Gericht in Moskau hat den Karnevalswagenbauer Jacques Tilly in Abwesenheit zu acht Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.
Diskriminierung bei Gesundheit

RKI legt neue Studiendaten vor

Eine neue Studie des RKI zeigt auf, dass queere Menschen nach wie vor im deutschen Gesundheitsbereich besonders oft Diskriminierung erleben.