Direkt zum Inhalt
Coming-Out in Australien

Coming-Out in Australien Der frühere AFL-Spieler Leigh Ryswyk outet sich mit 41 Jahren

ms - 26.03.2026 - 10:30 Uhr
Loading audio player...

Der ehemalige Spieler der Australian Football League (AFL), Leigh Ryswyk, hat sich als schwul geoutet und ist damit der erste Mann in der Liga, der dies öffentlich tut. Ryswyk bestritt 2005 ein Spiel für die Brisbane Lions, wurde jedoch aufgrund von Verletzungen aus dem Kader genommen. Anschließend spielte er mehr als 220 Partien für North Adelaide in der South Australian League.

Positives Feedback der Eltern

In einem Radiointerview mit Joy berichtete der 41-Jährige jetzt, dass er seit fünf Jahren im Freundeskreis offen schwul sei. Als er sich seinen Eltern offenbarte, hätten diese ihn unterstützt. „Wenn man sich der Familie offenbart, ist das immer ein riesiges Erlebnis, im Kopf geht so viel vor“, sagte Ryswyk. Über seine Mutter erklärte er: „Sie hat geweint, ich habe geweint, und sie sagte: ´Ich liebe dich trotzdem.‘ Für mich war das ein Wow-Moment.“ Auch sein Vater habe positiv reagiert: „Solange du glücklich bist, bin ich glücklich für dich.“

Ryswyk äußerte sich auch optimistisch, wie die AFL auf Spieler reagieren könnte, die sich outen möchten: „Ich denke, die AFL und die Community werden diesen Spieler willkommen heißen. Ich denke, die Community selbst – offensichtlich die queere Community, die Fans – wird das feiern, wenn der Moment kommt.“

Türöffner für australischen Football?

Der ehemalige Profi stammt ursprünglich aus Victoria, zog nach Queensland, um sich den Brisbane Lions anzuschließen, und bestritt ein Spiel gegen Fremantle in Perth. Nach seiner erfolgreichen Zeit bei North Adelaide wurde er in die AFL Queensland Hall of Fame aufgenommen.

Das Outing von Ryswyk erfolgt sieben Monate nach dem bisexuellen Outing von Mitch Brown, der zwischen 2007 und 2016 für die West Coast Eagles spielte. Vor Browns Offenbarung war die AFL die einzige große professionelle Männerliga weltweit, in der noch kein Spieler offen schwul oder bisexuell war – selbst nach der Karriere. Ryswyk erklärte, dass sein enger Freundeskreis bereits über seine Sexualität informiert sei, viele andere jedoch nun zum ersten Mal davon erfahren würden. „Ich bin ein sehr privater Mensch, daher steht das nicht überall in meinen sozialen Medien, und das ist in Ordnung.“

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Fans und Crew bestürzt

Dreharbeiten vorerst ausgesetzt

"Drag Race Philippines" trauert: Die Kandidatin Misua ist plötzlich während der Dreharbeiten gestorben. Sie wurde nur 27 Jahre alt.
Direkte Folgen für Sicherheit

Gewaltschutzgesetz-Anpassung nötig

Personen aus der LGBTIQ+-Community sind laut Forschung besonders häufig von digitaler Gewalt betroffen, die durch KI-Einsatz gezielt verstärkt wird.
Er sei besser als Donald Trump

Ex-CNN-Moderator ins Weiße Haus?

Don Lemon hat erstmals öffentlich darüber gesprochen, sich vorstellen zu können, als erster offen schwuler US-Präsident zu kandidieren.
25 Jahren nicht in Deutschland

Entscheidung fällt im Oktober

Dresden steht vor der Ausrichtung des Europride 2029, Deutschland wäre nach 25 Jahren wieder Ausrichter.
Urteil gegen Jacques Tilly

102 Monate Haft für Karnevalsbauer

Ein Gericht in Moskau hat den Karnevalswagenbauer Jacques Tilly in Abwesenheit zu acht Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.
Diskriminierung bei Gesundheit

RKI legt neue Studiendaten vor

Eine neue Studie des RKI zeigt auf, dass queere Menschen nach wie vor im deutschen Gesundheitsbereich besonders oft Diskriminierung erleben.