Direkt zum Inhalt

Drei Polinnen angeklagt Prozess gegen LGBTI*-Aktivistinnen wegen Marien-Bildnis

Von co - 14.01.2021 - 14:00 Uhr
Prozess gegen LGBTI*-Aktivistinnen wegen Marien-Bildnis
Foto: © instagram.com _ @eat_glitter
ANZEIGE
Loading audio player...

Im April 2019 zeigten drei LGBTI*-Aktivistinnen die Madonna von Tschenstochau auf Plakaten mit einem regenbogenfarbenen Heiligenschein und hängten diese in der Stadt Plock an der Weichsel auf. Jetzt stehen sie wegen „Verletzung religiöser Gefühle“ vor Gericht – denn dieses Bild wird in Polen verehrt wie kein zweites. Ihnen drohen bis zu zwei Jahre Haft.

Die drei Frauen empfinden ihre Aktion laut Deutschlandfunk Kultur auch heute noch als berechtigt, da die katholische Kirche und die rechts-konservative Regierung die LGBTI*-Community zum Feindbild erklärt habe. So gab es in einer Kirche in Plock zum Beispiel ein „Grab des Herren“, dessen Kartonwände mit verschiedenen Sünden beschriftet waren. Dazu gehörten dann neben „Egoismus“, Hass“ und „Verrat“ auch „LGBT“ und „Gender“ – eine solche Haltung treibe Jugendliche in die Isolation. Zwei der Frauen, Joanna und Anna, sind nicht homosexuell und wurden katholisch erzogen. Doch schon in der Schulzeit hatten beide Zweifel über den großen Einfluss der Kirche auf die Gesellschaft.

Anzeige

Auch Interessant

Kreativer Widerstand

Zehnkämpfer zeigt Haut aus Protest

Frauenfeindliche sexistische Witze von US-Comedian Shane Gillis sorgen aktuell für viel Empörung. Zehnkämpfer Chase Lathrop antwortet kreativ und sexy
Sorge um queere Sichtbarkeit

Pride-Teams wollen Kräfte bündeln

Mehr als 100 CSD-Veranstalter trafen sich in Recklinghausen. Sie warnen vor Anfeindungen und wollen sich bundesweit stärker unterstützen.
Geheimnisse bei Heated Rivalry

Jacob Tierney erklärt Serienerfolg

Ein neues Buch zeigt, wie „Heated Rivalry“ entstand, welche Szenen gestrichen wurden und was die zweite Staffel vorbereitet.
Rob Jetten wird Vater

Premier erwartet erstes Kind

Niederlands Premierminister Rob Jetten und sein Partner Nicolás Keenan erwarten im Frühjahr 2027 ihr erstes Kind durch eine Leihmutter.
Neue Pornogesetze in England

Verbot von Fetisch-Darstellungen

Großbritannien verschärft das Pornografie-Strafrecht: Ab November werden bestimmte sexuelle Darstellungen im Bereich Fetisch und Rollenspiele verboten
Regenbogen spaltet Amsterdam

Streit um queere Sichtbarkeit

Ein geplanter Regenbogenweg in Amsterdam sorgt für Streit. Während Initiatoren ein Zeichen gegen Diskriminierung setzen wollen, protestieren Anwohner.
Keine PrEP in der Schweiz?

Ende der Kassenleistung 2027

In der Schweiz ist die Kostenübernahme für die HIV-Schutzpille PrEP nur bis Ende 2026 gesichert. LGBTIQ+-Verbände warnen vor Rückschritten.
Regenbogen-Steine für alle

Dragqueen rettet LGBTIQ+-Symbol

Nach dem Abriss eines Regenbogen-Zebrastreifens in Miami Beach verkauft eine Dragqueen dessen Pflastersteine nun für den guten Zweck.
Razzia in queerem Zentrum

Protest nach Einsatz in Berlin

Eine Polizeidurchsuchung im queeren Zentrum Casa Kuà in Berlin-Kreuzberg löst Proteste aus. Die Linke kritisiert den Einsatz scharf.