Direkt zum Inhalt

Ende der Diskriminierung Rehabilitation schwuler Bundeswehr-Soldaten

Von co - 08.07.2020 - 13:00 Uhr
Ende der Diskriminierung
Foto: © huettenhoelscher
ANZEIGE
Loading audio player...

Im September will das Verteidigungsministerium einen Gesetzesentwurf vorlegen, nach dem Soldaten rehabilitiert werden sollen, die wegen ihrer Homosexualität diskriminiert wurden. Vor allem geht es dabei um die Soldaten, die nach einvernehmlichen sexuellen Handlungen von einem Truppendienstgericht verurteilt wurden.

Homosexueller Verkehr war bis Ende der Sechziger strafbar. Doch auch danach blieben Schwule für die Bundeswehr laut einer Zentralen Dienstvorschrift ein „Sicherheitsrisiko“. Wie die Zeit schreibt, mussten schwule Soldaten in den ersten Jahren der Bundeswehr mit einer Degradierung oder Entlassung rechnen. Noch bis 2000 durften sie weder Berufssoldaten werden, noch in eine höhere Position aufsteigen oder andere ausbilden. Teilweise reichten bloße Gerüchte, um den Ruf und die militärische Karriere zu ruinieren. Erst ein Erlass zur Personalführung homosexueller Soldaten von 2000 beendete die Diskriminierung.

Heute schreibt das Verteidigungsministerium: Eine solche Diskriminierung sei heutzutage „kaum noch vorstellbar“. Seit 2012 ist man um einen respektvollen Umgang mit Minderheiten bemüht und habe dazu mehrere Stellen eingerichtet.

Anzeige

Auch Interessant

Kreativer Widerstand

Zehnkämpfer zeigt Haut aus Protest

Frauenfeindliche sexistische Witze von US-Comedian Shane Gillis sorgen aktuell für viel Empörung. Zehnkämpfer Chase Lathrop antwortet kreativ und sexy
Sorge um queere Sichtbarkeit

Pride-Teams wollen Kräfte bündeln

Mehr als 100 CSD-Veranstalter trafen sich in Recklinghausen. Sie warnen vor Anfeindungen und wollen sich bundesweit stärker unterstützen.
Geheimnisse bei Heated Rivalry

Jacob Tierney erklärt Serienerfolg

Ein neues Buch zeigt, wie „Heated Rivalry“ entstand, welche Szenen gestrichen wurden und was die zweite Staffel vorbereitet.
Rob Jetten wird Vater

Premier erwartet erstes Kind

Niederlands Premierminister Rob Jetten und sein Partner Nicolás Keenan erwarten im Frühjahr 2027 ihr erstes Kind durch eine Leihmutter.
Neue Pornogesetze in England

Verbot von Fetisch-Darstellungen

Großbritannien verschärft das Pornografie-Strafrecht: Ab November werden bestimmte sexuelle Darstellungen im Bereich Fetisch und Rollenspiele verboten
Regenbogen spaltet Amsterdam

Streit um queere Sichtbarkeit

Ein geplanter Regenbogenweg in Amsterdam sorgt für Streit. Während Initiatoren ein Zeichen gegen Diskriminierung setzen wollen, protestieren Anwohner.
Keine PrEP in der Schweiz?

Ende der Kassenleistung 2027

In der Schweiz ist die Kostenübernahme für die HIV-Schutzpille PrEP nur bis Ende 2026 gesichert. LGBTIQ+-Verbände warnen vor Rückschritten.
Regenbogen-Steine für alle

Dragqueen rettet LGBTIQ+-Symbol

Nach dem Abriss eines Regenbogen-Zebrastreifens in Miami Beach verkauft eine Dragqueen dessen Pflastersteine nun für den guten Zweck.
Razzia in queerem Zentrum

Protest nach Einsatz in Berlin

Eine Polizeidurchsuchung im queeren Zentrum Casa Kuà in Berlin-Kreuzberg löst Proteste aus. Die Linke kritisiert den Einsatz scharf.