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Festnahmen in Uganda

Festnahmen in Uganda Lebenslange Haft für Kuss zwischen zwei Frauen?

ms - 25.02.2026 - 11:00 Uhr
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In Uganda sind zwei Frauen im Nordwesten des Landes festgenommen worden, nachdem sie sich in der Öffentlichkeit geküsst hatten. Die Festnahme erfolgte nach dem Anti-Homosexualitätsgesetz von 2023, das einvernehmliche gleichgeschlechtliche Beziehungen mit bis zu lebenslanger Haft oder sogar der Todesstrafe belegt. 

„Ausübung von Homosexualität“ 

Nach Angaben von Nachbarn wurden die Frauen dabei beobachtet, wie sie sich küssten, Passanten machten davon offenbar auch Fotos, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Die beiden Frauen, beide in ihren 20ern, wurden kurz darauf verhaftet und befinden sich nun ohne rechtliche Vertretung im Gefängnis. 

Laut West Nile-Polizei-Sprecherin Josephine Angucia lebten die Frauen zusammen in einem gemeinsamen Raum und seien „wegen des Vorwurfs der Ausübung von Homosexualität“ festgenommen worden. Angucia erklärte weiter: „Es liegen Informationen aus der Gemeinschaft vor, dass die Verdächtigen an homosexuellen und ungewöhnlichen Handlungen beteiligt waren, die als sexueller Natur vermutet werden, und dass sie offen miteinander in der Öffentlichkeit geküsst haben.“ Bei einer Verurteilung wegen gleichgeschlechtlicher Intimitäten droht ihnen jetzt lebenslange Haft.

Düstere Realität in Uganda 

Ugandische Medien haben darüber hinaus die Namen der zwei Frauen veröffentlicht, was sie zudem einem erhöhten Risiko für Belästigung und Gewalt aussetzt, sollten sie unerwartet doch freigesprochen oder freigelassen werden. Der ugandische Menschenrechtsaktivist Frank Mugisha kommentierte die Festnahmen auf X: „Dies unterstreicht die düstere Realität, mit der wir vor Ort unter dem Anti-Homosexualitätsgesetz konfrontiert sind. Wir erleben eine gezielte Verfolgung, die über bloße Festnahmen hinausgeht; sie hat einen gefährlichen Kreislauf aus Erpressung und Nötigung ausgelöst. Selbst Kriminelle nutzen nun dieses Gesetz, um die homosexuelle Community zu attackieren, weil die Opfer zu verängstigt sind, um Schutz zu suchen.“

Hunderte Menschen betroffen

Seit Inkrafttreten des Gesetzes im Mai 2023 wurden in Uganda Hunderte Menschenrechtsverletzungen gegen Schwule und Lesben dokumentiert, darunter Festnahmen, Zwangsräumungen, erzwungene anale Untersuchungen, Folter sowie Verstöße gegen Gleichberechtigung und Diskriminierungsfreiheit. Das Gesetz sieht lebenslange Haft für homosexuelle Handlungen vor und die Todesstrafe für „schwerwiegende“ Homosexualität, etwa bei angeblicher HIV-Übertragung, Sexualkontakten mit Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen, älteren Personen oder Personen unter Drogen- oder Alkoholeinfluss sowie im Wiederholungsfall. 

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