Direkt zum Inhalt

Forderungen an Bürgermeister Berlins Regierungsoberhaupt Wegner soll ein LGBTI*-Konzept vorlegen, sonst dürfe er nicht beim CSD teilnehmen

Von ms - 31.05.2024 - 10:30 Uhr
Forderungen an Bürgermeister © IMAGO / Future Image
Foto: Forderungen an Bürgermeister © IMAGO / Future Image
ANZEIGE
Loading audio player...

Nach Angaben des Berliner Tagesspiegels setzt der Verein des CSD Berlin nun den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) unter Druck – er habe sechs Forderungen zu erfüllen, anderenfalls dürfe er nicht bei der Pride-Demonstration in diesem Jahr teilnehmen.  Formularende

Forderung nach konkretem Plan

„Er hat bis zum 14. Juli Zeit, einen konkreten Plan vorzulegen, wie und vor allem wann diese Kernforderungen umgesetzt werden. Wir brauchen niemanden, der nur zum Winken und für Pressestatements zum CSD kommt, sondern eine Landesregierung, die unsere Forderungen umsetzt und ihre Versprechen einhält“, sagt Marcel Voges vom Vorstand des CSD-Vereins gegenüber des Tagesspiegels. 

So müsse sich Wegner proaktiv für eine Änderung des Artikel 3 des Grundgesetzes starkmachen, in dem er beispielsweise eine Bundesinitiative starte. Wegner hat zwar bereits bekundet, eine Grundgesetzergänzung unterstützen zu wollen, dies seien laut dem Verein aber „nur leere Worte“ gewesen. 

Maßnahmen gegen Hasskriminalität

Zudem fordert der Verein schnelle und konkrete Maßnahmen gegen die steigende Hasskriminalität in der selbsternannten Regenbogenhauptstadt, verpflichtende Schulungen von Lehrern zu geschlechtlicher und sexueller Diversität und eine stärkere Unterstützung von LGBTI*-Sportverbänden inklusive genderneutralen Umkleiden und Toiletten. Dazu wünscht sich der CSD-Verein, dass 15 Prozent aller geförderten Film- und Fernsehprojekte „queeres Leben darstellen“ und einen stärkeren Austausch mit der Landesregierung zum Thema Mehrelternschaft. Die gesammelten Forderungen wurden gestern an den Regierenden Bürgermeister übermittelt. Wegner hat bisher noch nicht darauf reagiert.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

DER STANDARDHomophobe Hassdelikte: Fast jeden Tag ein FallBerliner MorgenpostNach Razzia gegen queeres Gesundheitsprojekt: Demo in Berlin angekündigtSWRGrüner Sozialminister BW sorgt sich um Minderheiten: Hildenbrand will "Anwalt" der queeren Community seinFalterBlauland: Zum Jubiläum ein Regenbogen-HirschgeweihAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie wichtig ist dir ein LGBTIQ+-freundliches Arbeitsumfeld bei der Wahl eines Arbeitgebers?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Schwuler Volleyballstar

Japan erlebt einen Wandel

Japans Volleyballprofi Rui Takahashi spricht über sein Coming-Out, die Angst vor dem Karriereende und die Unterstützung seines Bruders Ran.
Schwere Vorwürfe gegen Graham

Drei schwule Sexarbeiter berichten

Drei Sexarbeiter behaupten in einer neuen Dokumentation, vom verstorbenen US-Senator Lindsey Graham für sexuelle Kontakte bezahlt worden zu sein.
Haiti verschiebt die Wahlen

Zehn Jahre ohne Urnengang

Haitis Wahlen werden erneut verschoben. LGBTIQ+-Aktivisten warnen vor wachsender Unsicherheit und einer politischen Krise ohne absehbares Ende.
Neue Vorwürfe in Turkmenistan

Psychiatrie wird zum Albtraum

Neue Berichte über Zwangseinweisungen und Misshandlungen zeigen die dramatische Lage homosexueller Menschen in Turkmenistan.
Gewalt gegenüber Asexuellen

Studie zeigt starke Diskriminierung

Ein neuer internationaler Bericht dokumentiert Gewalt und Diskriminierung gegen asexuelle Menschen und fordert besseren gesetzlichen Schutz.
Regenbogenfamilien im Fokus

Rund 300 Menschen feiern Vielfalt

Bei der Regenbogenfamilienkonferenz in Mannheim forderten LGBTIQ+-Familien mehr rechtliche Sicherheit, Unterstützung und gesellschaftliche Anerkennung
„Glee“-Stars kehren zurück

Diese Stars sind wieder dabei

Die Musicalserie „Glee“ bekommt eine Neuauflage bei Disney+ und Hulu. Die ersten Stars der Originalbesetzung haben jetzt ihre Rückkehr bestätigt.
Warnung von Édouard Louis

Krawalle erschüttern Frankreich

Nach gewaltsamen Ausschreitungen in Frankreich kritisiert Schriftsteller Édouard Louis die Regierung und fordert ein Verbot rechtsextremer Parteien.
Pläne für ESC 2028

Vorentscheid mit mehreren Sendern

ARD, RTL und ProSiebenSat.1 denken über einen gemeinsamen deutschen ESC-Vorentscheid nach. Eine Umsetzung wäre ab 2028 denkbar.