Direkt zum Inhalt
7000 Demonstrierende in der Ukraine
ANZEIGE

Kiew Pride 2021 7000 Demonstrierende in der Ukraine

co - 21.09.2021 - 14:00 Uhr
Loading audio player...

Nachdem die Kiew Pride 2020 wegen Corona ausfallen musste, fand der diesjährige Marsch für Gleichberechtigung mit etwa 7.000 Demonstrierenden unter starkem Polizeiaufgebot statt. Es war die insgesamt zehnte Pride in der ukrainischen Hauptstadt., wobei die meisten Menschen an 2019 an der Pride teilnahmen. Zwischenfälle sind bislang keine bekannt, obwohl einige Hundert Rechtsextreme eine Gegendemonstration in einem nahe gelegenen Park organisiert hatten.

Die Forderungen

Die Demonstrierenden forderten von der Regierung unter anderem die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften – und die damit einher gehende Absicherung für Partner*innen und Kinder – sowie die Schaffung von Gesetzen gegen Hassverbrechen. Seit 2015 gibt es ein Gesetz, das die Diskriminierung von LGBTI* am Arbeitsplatz verbietet. Dennoch ist LGBTI*-Hass laut einer Umfrage von Rating in dem weitgehend orthodox-christlichen Land noch weit verbreitet: 47 Prozent der Befragten hatten eine negative Sicht auf die Community.

Es braucht Polizei-Reformen

LGBTI*-Aktivist*innen sagen, dass die ukrainische Polizei homo- und transphobe Motive bei Angriffen oft ignoriert und sie stattdessen als Randale abtut. „Wir haben es satt, auf Veränderungen zu warten und systematische Einschüchterung, Druck, Störung friedlicher Veranstaltungen, Angriffe auf Aktivisten und die LGBTI*-Gemeinschaft zu ertragen“, so die Demonstrierenden laut Reuters. „Wir fordern hier und jetzt Veränderungen, denn wir wollen in unserem eigenen Land frei leben.“

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Commonwealth Games 2026

Statement gegen Ausgrenzung

Eine LGBTIQ+-Ausstellung bei den Commonwealth Games in Glasgow prangert Anti-Schwulen-Gesetze an und sorgt für politische Debatten.
HIV-Hilfe vor dem Aus

CDC-Millionenförderung gefährdet

Ein möglicher Stopp von CDC-Fördermitteln könnte die HIV-Prävention in den USA massiv gefährden und fast 100 Organisationen treffen.
Meta sperrt queere Lokale

Streit um Konten in Australien

Meta hat die Social-Media-Konten mehrerer queerer Lokale in Australien gesperrt. Eine konkrete Begründung für diesen Schritt gibt es bis heute nicht.
Mord an Widdecombe erschüttert

Hammerangriff im Detail vor Gericht

Im Fall der getöteten Ann Widdecombe werden neue Details bekannt, die LGBTIQ+-feindliche britische Politikerin wurde mit einem Hammer erschlagen.
HIV-Krise verschärft sich

Weniger Hilfe für Kinder

Eine neue Studie warnt vor Folgen des US-Hilfsrückzugs: Weltweit erhalten weniger Kinder und Jugendliche lebenswichtige HIV-Behandlungen.
FIFA unter Druck

Streit um Frauen-WM

Vor der Frauen-WM 2031 wächst der Druck auf die FIFA. Kritiker warnen vor einem Ausschluss von trans* und intergeschlechtlichen Spielerinnen.
Social-Media Verbot Frankreich

Regierung verschärft Jugendschutz

Frankreich verbietet als erstes EU-Land soziale Medien für unter 15-Jährige. Das Vorhaben löst international eine kontroverse Debatte aus.
Heated Rivalry fürs Ohr

Soundtrack sorgt für Rekord

Der Soundtrack der schwulen Serie „Heated Rivalry“ steigt dank starker Vinyl- und CD-Verkäufe in die Top-10 der US- und deutschen Albumcharts ein.
Kürzungen bei Lambda

Regierung begründet Entscheidung

Der Förderstopp des queeren Jugendnetzwerks Lambda sorgt weiter für scharfe Kritik, jetzt begründete die Bundesregierung diesen Schritt.