Direkt zum Inhalt

Konversionstherapie-Verbot Wird der britische König die Gesetzgebung vorantreiben?

Von ms - 23.10.2023 - 14:00 Uhr
Konversionstherapie-Verbot
Foto: IMAGO / i Images
ANZEIGE
Loading audio player...

In puncto Verbot von Konversionstherapien scheint der amtierende Premierminister Rishi Sunak seinem Vorgänger Boris Johnson bei der Vorgehensweise immer mehr zu gleichen – zunächst hatte Sunak noch im Sommer dieses Jahres betont, zeitnah einen finalen Gesetzesentwurf zu präsentieren, dann verschob sich der Termin immer weiter nach hinten; zuletzt stand zu befürchten, dass das Thema in diesem Jahr gar nicht mehr auf den Tisch kommt.

Spricht der König über ein Verbot?

Nun die überraschende Information: Der Premierminister will offenbar einen Gesetzesentwurf zum Verbot von Konversionspraktiken in die Rede des Königs im November aufnehmen. Ein wichtiger Schritt, denn standesgemäß wird König Charles III. in seiner Rede die anstehenden Prioritäten bei der Gesetzgebung festlegen – ein Schweigen in puncto Konversionstherapieverbot hätte die Hoffnung auf eine zeitnahe Umsetzung torpediert. Seit über fünf Jahren kämpft die LGBTI*-Community bereits für das Vorhaben, wobei Boris Johnson mit einem Zick-Zack-Kurs aus Ab- und erneuten Zusagen immer wieder für Entrüstung gesorgt hatte.

Details noch immer unklar

Final offen ist noch immer die Frage, ob ein Konversionstherapieverbot nun nebst Homosexuellen auch Trans-Menschen einschließen soll oder nicht. Abgeordnete mehrerer Parteien im britischen Parlament sowie auch Therapeuten und Medizinier befürchten, dass ein Verbot unter Einbeziehung von Trans-Menschen ungewollt dazu führen könnte, dass beispielsweise Eltern, Lehrer oder Ärzte kriminalisiert werden, die Kinder und Jugendliche bei Fragen rund um die eigene Geschlechtsidentität nur beraten wollen.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

Die Presse„Vor Scham im Boden versinken“: Audi-Chef Döllner erntet harsche Kritik für Auftritt bei Trump-WahlkampfSüddeutsche ZeitungNews-Überblick: Das sind die Nachrichten des TagesSüddeutsche Zeitung„Sextortion“ in München: Er wollte sich zum Sex treffen. Dann wurde er erpresstrbb24Queere Demo in Kreuzberg: Mehrere tausend Menschen fordern Schutz queeren LebensAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Welche Rolle sollten politische Forderungen auf CSDs spielen?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Eine große Liebe kehrt zurück

Konkubine wieder auf der Leinwand

Chen Kaiges preisgekrönter Film über zwei Peking-Opernstars kommt restauriert ins Kino. Der deutsche Wiederaufführungstermin steht fest.
Großer Preis für Wunnicke

Ihre Romane erzählen queere Liebe

Christine Wunnicke hat den Büchner-Preis erhalten. Mit „Wachs“ und „Missouri“ erzählt sie von ungewöhnlichen Liebesgeschichten.
Boomer ist wieder da!

Erster Clip zum Wentworth-Ableger

Fünf Jahre nach dem Finale zeigt BINGE den ersten Clip zu „Wentworth: Halfway Home“. Boomer startet draußen neu – bis eine Leiche auftaucht.
BBC tilgt Pride-Pins

BBC erklärt Eingriff in Quizshow

Zwei Studierende kritisieren die BBC: Ihre Pride-Anstecker verschwanden aus „University Challenge“. Der Sender verweist auf Richtlinien.
30 Jahre Intersex-Protest

Für das Recht am eigenen Körper

Am 26. Oktober 1996 protestierten intergeschlechtliche Menschen in Boston. Drei Jahrzehnte später geht es weiter um Selbstbestimmung.
Renaissance trifft Hollywood

Verblüffende Ähnlichkeit begeistert

Fotos von „Heated Rivalry“-Star Connor Storrie erinnern verblüffend an Michelangelos David, finden zumindest viele Fans und zeigen sich begeistert.
Wer wird der nächste 007?

Elf Kandidaten im Gespräch

Die Suche nach einem neuen James Bond geht in die entscheidende Phase. Elf LGBTIQ+-Schauspielstars könnten der Agentenreihe ein neues Gesicht geben.
Streit bei Tom of Finland

Finland Gedenkhaus in Gefahr

Nach 40 Jahren droht dem Tom of Finland House in Los Angeles das Aus. Ein Streit um Geld, Kunst und die Zukunft der Stiftung eskaliert.