Direkt zum Inhalt
Mega-Pride in London

Mega-Pride in London Bewerbung für World Pride 2032 offiziell eingereicht

ms - 18.03.2026 - 14:00 Uhr
Loading audio player...

Megaevent in Großbritannien geplant: Das Pride-Team in London hat offiziell angekündigt, sich um die Ausrichtung von World Pride im Jahr 2032 zu bewerben. Die Organisatoren möchten das internationale Event mit dem 60. Jubiläum des ersten Pride-Marsches in der britischen Hauptstadt verbinden.

Besonderes Jubiläum

Der erste Pride-Marsch in London fand am 1. Juli 1972 statt und wurde von Aktivisten der Gay Liberation Front organisiert. Mit etwa 200 Teilnehmern erinnerte der Marsch an den Stonewall-Aufstand von 1969 in New York, der als Wendepunkt für die moderne LGBTIQ+-Bewegung gilt. Die Wahl des Jahres 2032 für die Bewerbung ist laut den Organisatoren bewusst getroffen worden, um das historische Datum in den Mittelpunkt des Programms zu stellen. Sollte London den Zuschlag erhalten, würde die Stadt Gastgeber eines globalen Events, das Aktivisten, Community-Gruppen und Besucher aus aller Welt vereint.

Im Falle einer erfolgreichen Bewerbung plant London ein zehn Tage andauerndes Programm, das unter anderem zwei Märsche, eine internationale Menschenrechtskonferenz sowie ein erweitertes kulturelles Programm mit Eröffnungs- und Abschlusszeremonien umfassen soll. Rebecca Paisis, die derzeitige Geschäftsführerin von Pride in London, hob hervor, dass das 60-jährige Jubiläum des ersten Pride-Marsches in London eine besondere Gelegenheit biete, sich an die Ursprünge der Bewegung zu erinnern und gleichzeitig den Fokus auf die Rechte der LGBTIQ+-Gemeinschaft zu lenken. 

„Pride begann als Protest, und dieser Geist ist nach wie vor das Herzstück unserer Arbeit“, erklärte sie weiter. „Die Veranstaltung würde uns in Solidarität und Aktion vereinen, gerade in einer Zeit, in der die Rechte von LGBTIQ+-Personen weltweit herausgefordert werden.“ Die neue Bewerbung wird von Londons Bürgermeister Sadiq Khan unterstützt. London als Austragungsort könnte dabei zu einem der größten Pride-Events der Geschichte werden, bereits zum alljährlichen CSD in der britischen Hauptstadt kommen jährlich mehr als eine Million Menschen. 

Geschichte des World Pride 

Der World Pride wechselt mit Unterbrechungen zwischen verschiedenen Städten weltweit, erstmals wurde das Event im Jahr 2000 in Rom gefeiert. London hatte bereits 2012 den World Pride ausgerichtet, das damals im gleichen Jahr wie die Olympischen Spiele stattfand. Auch damals umfasste die Veranstaltung eine Parade und eine Kundgebung im Zentrum Londons, obwohl Teile des Programms aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten gekürzt werden mussten. Zu den kommenden Ausrichtungen gehören Amsterdam (2026) und Kapstadt (2028). Deutschland hat sich mit Berlin als Austragsort bisher einmal beworben, unterlag aber 2017 Madrid. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Fans und Crew bestürzt

Dreharbeiten vorerst ausgesetzt

"Drag Race Philippines" trauert: Die Kandidatin Misua ist plötzlich während der Dreharbeiten gestorben. Sie wurde nur 27 Jahre alt.
Direkte Folgen für Sicherheit

Gewaltschutzgesetz-Anpassung nötig

Personen aus der LGBTIQ+-Community sind laut Forschung besonders häufig von digitaler Gewalt betroffen, die durch KI-Einsatz gezielt verstärkt wird.
Er sei besser als Donald Trump

Ex-CNN-Moderator ins Weiße Haus?

Don Lemon hat erstmals öffentlich darüber gesprochen, sich vorstellen zu können, als erster offen schwuler US-Präsident zu kandidieren.
25 Jahren nicht in Deutschland

Entscheidung fällt im Oktober

Dresden steht vor der Ausrichtung des Europride 2029, Deutschland wäre nach 25 Jahren wieder Ausrichter.
Urteil gegen Jacques Tilly

102 Monate Haft für Karnevalsbauer

Ein Gericht in Moskau hat den Karnevalswagenbauer Jacques Tilly in Abwesenheit zu acht Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.
Diskriminierung bei Gesundheit

RKI legt neue Studiendaten vor

Eine neue Studie des RKI zeigt auf, dass queere Menschen nach wie vor im deutschen Gesundheitsbereich besonders oft Diskriminierung erleben.