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Mehr Beratung in Berlin

Mehr Beratung in Berlin Berlins LGBTI*-Szene ist bunt - doch die Außenbezirke gehen meist leer aus. Das ändert sich jetzt!

ms - 09.08.2024 - 15:00 Uhr
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Das Beratungsangebot für LGBTI*-Menschen in Berlin wird ausgeweitet – konkret geht es dabei um neue Anlaufpunkte in Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg, zwei Brennpunktvierteln im äußeren Bereich der selbsternannten Regenbogenhauptstadt, die nicht direkt zum Kern der schwul-lesbischen Szeneviertel gehören und daher umso verstärkter einen Bedarf an passenden Ansprechpartnern für Homosexuelle und queere Menschen haben. 

Neue Anlaufstellen in Ost-Berlin 

Ab Herbst soll es daher in den zwei Berliner Bezirken neue Anlaufstellen geben, wie jetzt der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Berlin-Brandenburg sowie der Verein Lesben Leben Familie (LesLeFam) mitteilten. Die Bewerbung auf entsprechende Ausschreibungen der Bezirksämter sei erfolgreich gewesen, so die beiden Vereine weiter. 

In einem nächsten Schritt soll das LGBTI*-Beratungszentrum Q*BeL in Lichtenberg ein Konzept erarbeiten und auch umsetzen, bei dem ein buntes Potpourri zum Tragen kommen soll, darunter verschiedene Beratungsangebote, offene Treffs und weitere Projekte zur Förderung der LGBTI*-Community. Langfristig soll so ein zentrales Beratungszentrum im Bezirk entstehen. 

Regenbogenfamilien, Jugend und Bildung 

In Marzahn wird dann bereits im Herbst dieses Jahres die Beratungsstelle BeRe speziell für Regenbogenfamilien eröffnet werden. Die Einrichtung soll sowohl bereits existierende schwul-lesbische Regenbogenfamilien und ihre Kinder in allen Lebensphasen unterstützen, als auch darüber hinaus als Anlaufstelle für all jene zur Verfügung stehen, die sich als Homosexuelle oder queere Menschen aktuell mit einer Familienplanung befassen. 

Außerdem will der LSVD Berlin-Brandenburg zwei weitere Schwerpunkte in den Bereichen Jugendhilfe und Bildungsarbeit setzen. Wichtig sei dabei auch künftig, so beide Organisationen übereinstimmend, nicht gegeneinander um Fördermittel zu konkurrieren, sondern eher verstärkt auf Zusammenarbeit zu setzen. 

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