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Mpox in den USA Gefährliches Vergessen könnte zu einer neuen Mpox-Welle führen

Von ms - 11.04.2024 - 11:00 Uhr
Mpox in den USA
Foto: iStock / Bill Oxford
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Die Affenpocken sind inzwischen weitestgehend wieder aus der Wahrnehmung vieler schwuler Männer verschwunden – jetzt verzeichnen die USA aber binnen kurzer Zeit einen rapiden Anstieg von Neu-Infektionen. Abermals sind beinahe ausschließlich schwule und bisexuelle Männer davon betroffen. 

Doppelt so viele Neu-Infektionen

 Innerhalb kurzer Zeit seien die Zahlen stark angestiegen, aktuell verzeichne man daher doppelt so viele Fälle wie vor einem Jahr. Wie die amerikanische Seuchenbehörde CDC mitteilte, wurden bereits bis Mitte März dieses Jahres rund 500 neue Fälle registriert, Tendenz steigend. Bemerkenswert: Alle Regionen in den USA verzeichnen mehr Fälle, das derzeitige Epizentrum scheint aber einmal mehr eine Hochburg der Gay-Community zu sein: New York City. Die CDC warnte daher vor allzu leichtsinnigem Verhalten. 

Ähnlich zeichnete sich die Lage 2022 und 2023 in Deutschland ab, rund 50 Prozent aller Erkrankten wurden damals aus der Regenbogenhauptstadt Berlin gemeldet. Bislang hat das Robert Koch-Institut (RKI) 3800 Fälle in der Bundesrepublik registriert, ein Anstieg wie derzeit in den USA werde dabei aktuell nicht verzeichnet, allerdings könne es jederzeit zu einer erneuten Welle von Neu-Infektionen kommen. 

Neue Ausbrüche auch in Deutschland möglich

„Das RKI rechnet auch weiterhin damit, dass Fälle in Deutschland auftreten. Auch ein begrenztes Ausbruchsgeschehen ist durchaus wieder möglich, von einem starken Anstieg der Fallzahlen wie 2022 wird derzeit jedoch nicht ausgegangen. Da ein gut wirksamer Impfstoff verfügbar ist, sollten sich ungeimpfte Personen mit Infektionsrisiken impfen lassen. Personen, die keinen vollständigen Impfschutz haben, sollten ihren Impfschutz vervollständigen“, so das RKI. Weltweit wurden im Rahmen des Ausbruchs bislang mehr als 90.000 Fälle an die Weltgesundheitsorganisation WHO gemeldet, darunter auch 170 Todesfälle. 

Sorgenvoller Blick auf neue Fälle

In den USA waren damals zehntausende Fälle festgehalten worden, davon sind die Vereinigten Staaten trotz steigender Fallzahlen aktuell derzeit glücklicherweise noch nicht betroffen. Trotzdem betrachtet die CDC die aktuelle Entwicklung durchaus mit Sorge, denn auch 2022 verbreitete sich das Virus binnen weniger Tagen in ganz Amerika und auch Europa.

Besonderes Augenmerk und Vorsicht sei auch deswegen geboten, weil die CDC bereits im Dezember letzten Jahres von einer neuen Variante der Affenpocken berichtet hatte, die sich deutlich leichter überträgt und dabei deutlich schwerere Erkrankungen hervorruft. Aktuell breitet sich diese Mpox-Variante vor allem im Kongo aus.   

Forderung nach neuer Impfkampagne 

Warum in den USA die Fälle jetzt wieder anstiegen, führt die CDC darauf zurück, dass die Präventionskampagnen größtenteils eingestellt worden sind und damit auch die Zahl der Impfungen in der Gay-Community zurückgegangen sind. Grundsätzlich kann sich jeder Mensch mit dem Virus anstecken, seit dem weltweiten Ausbruch 2022 sind aber beinahe ausschließlich schwule und bisexuelle Männer davon betroffen, die sich zumeist durch sexuelle Kontakte infiziert haben. Ein Großteil dieser Risikogruppe in den USA sei bis heute nicht gegen Mpox geimpft. Die CDC befürwortet dabei Forderungen von Gesundheitsdiensten, neue Impfkampagnen ins Leben zu rufen, um eine erneute große Mpox-Welle zu verhindern.  

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