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Neues Gesetz für deutsches Militär Entschädigung für, durch ihre Sexualität benachteiligte, Soldaten

Von tr - 21.05.2021 - 15:00 Uhr
Entschädigung für, durch ihre Sexualität benachteiligte, Soldaten
Foto: © canbedone
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Neues Gesetz für deutsche Soldaten

Am Donnerstag wurde in Deutschland für ein Gesetz gestimmt, welches Soldaten rehabilitiert, die jahrzehntelang unter Diskriminierung, Entlassung oder Verurteilung aufgrund ihrer sexuellen Orientierung litten. Bis vor 21 Jahren war das deutsche Militär der Meinung, dass Homosexuelle eine Bedrohung für die Disziplin der Gruppe darstellten. Es war ihnen verwehrt, die Rolle eines Vorgesetzten einzunehmen.

Die Wiedergutmachung nach jahrelanger Diskriminierung

Doch es endete nicht damit, dass schwulen Soldaten die Beförderung verweigert wurde. Es kam sogar zu militärischen Entlassungen und strafrechtlicher Verfolgung. Die Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer entschuldigte sich für die jahrelange Diskriminierung. Sie ist bereits seit Sommer 2019 in ihrem aktuellen Amt und sieht in dem Gesetz ein Zeichen, dass Deutschland endlich Verantwortung übernehme. Kramp-Karrenbauer sieht es als die Fürsorgepflicht des Landes, dass Betroffene die bestmögliche Unterstützung erhalten, berichtete reuters.com

Es ist nicht genug – sagt ein LGBTI*-Verband

Laut der neuen Regelungen können Soldaten die Tilgung vergangener Verurteilungen aufgrund von Homosexualität beantragen. Es besteht außerdem ein Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung. Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland heißt das Gesetz gut, ist aber der Meinung, es sei nicht genug. Ein höherer Schadensersatz, eine Härtefallregelung und eine Möglichkeit der nachträglichen Beförderung würden mehr Fairness schaffen. Auch eine kollektive Entschädigung sollte in dem Gesetz enthalten sein, so ein Vorstandsmitglied des Verbandes.

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