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Sex Skandal in den USA

Sex-Skandal in den USA Schlammschlacht zwischen Demokraten und Republikanern

ms - 18.12.2023 - 10:00 Uhr

Ein schwuler Sex-Skandal erschüttert in diesen Tagen Washington D.C. und heizt die Stimmung und den Kulturkampf zwischen Demokraten und Republikanern erneut auf – in einem Anhörungssaal des US-Senats haben offenbar zwei junge Männer einen schwulen Porno inklusive Analsex gedreht und auch freizügige Nacktfotos gemacht, die seit dem Wochenende online kursieren. Auf Bildern ist so unter anderem zu sehen, wie ein junger Mann nur mit einem Stringtanga bekleidet auf einem der Tische posiert, an denen sonst wichtige Anhörungen beispielsweise auch unter Einbindung des FBIs stattfinden.  

Pornodreh mit SPD-Lokalpolitiker

Der Vorfall wurde offenbar im Raum „Hart 216“ aufgezeichnet, benannt nach Senator Philip Hart, einem Demokraten aus Michigan, der für seine politische Tapferkeit und Integrität geehrt wurde. Immer wieder ist in dem Video der Saal dabei eindeutig zu erkennen. Wie amerikanische Medien berichten, soll es sich nach Recherchen der Investigativ-Journalistin Laura Loomer um den schwulen Senatsmitarbeiter Aidan Maese-Czeropski (24) des US-Abgeordneten Ben Cardin (80) von den Demokratien sowie um einen deutschen Studenten und SPD-Lokalpolitiker aus Baden-Württemberg handeln.

Fristlose Entlassung und Erklärungsversuche

Der US-Abgeordnete Cardin distanzierte sich öffentlich inzwischen von seinem Mitarbeiter, sein Büro erklärte, der Mann sei fristlos entlassen worden, weitere Kommentare werde man zu dem Zwischenfall nicht abgeben. Der 24-Jährige hatte seit Oktober 2021 für Cardin gearbeitet. Nach Angaben der US-Presse soll Maese-Czeropski bereits öfter negativ aufgefallen sein.

Er selbst erklärte inzwischen zu den Vorfällen: „Auch wenn einige meiner Handlungen in der Vergangenheit ein schlechtes Urteilsvermögen gezeigt haben, liebe ich meinen Job und würde meinen Arbeitsplatz niemals respektlos behandeln. Alle Versuche, meine Handlungen anders zu charakterisieren, sind erfunden.“ Online schrieb er zudem später mit Blick auf die letzten Wochen: „Dies war eine schwierige Zeit für mich, da ich dafür angegriffen wurde, wen ich liebe, um meine politische Agenda zu attackieren.“

Neues Feuer im US-Kulturkampf

An die Öffentlichkeit soll der Film dabei nur gekommen sein, weil Maese-Czeropski das Video auf seinem privaten Instagram-Kanal gepostet haben soll, von dort machte es schlussendlich offenbar die Runde. Die Polizei des US-Kapitols hat inzwischen eine offizielle Untersuchung der Vorfälle begonnen. Das Video hat seit dem Wochenende zudem eine breite Kontroverse in politischen US-Kreisen um die Frage nach der Sicherheit in Regierungsgebäuden ausgelöst. Offenbar war es für die beiden jungen Männer sehr einfach, ungestört den Porno im Kapitol zu drehen.  

Im politischen Amerika wird der Vorfall jetzt auch genutzt, um gegenseitig einmal mehr Stimmung zu machen – während Vertreter der Republikaner von Verderbtheit und sexueller Abartigkeit der Gay-Community sprechen, entgegnen die Demokraten, diese Attacken seien pure Heuchelei, gerade mit Blick auf die zahlreichen Sexskandale der letzten Jahren bei der Republikanern.

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