Direkt zum Inhalt

„Sie passen hier nicht“ Schikaniert die AfD einen Berliner Amtsarzt?

Von co - 20.11.2020 - 13:00 Uhr
Schikaniert die AfD einen Berliner Amtsarzt?
Foto: © Facebook.com_profile.php_id=100014113291433
ANZEIGE
Loading audio player...

AfD-Politiker Bernd Geschanowski ist Gesundheits-Stadtrat des Berliner Bezirks Treptow-Köpenick. Gegen ihn wurden jetzt schwere Vorwürfe laut: Laut dem Tagesspiegel soll er den stellvertretenden Amtsarzt Denis Hedeler diskriminiert haben, weil dieser schwul und schwarz ist. Geschanowski weist die Vorwürfe zurück.

Hedeler stammt aus Kuba und wohnt seit 1997 in Deutschland. 2018 bewarb er sich als Hygiene-Referent im Gesundheitsamt von Treptow-Köpenick, wo er seither unter Amtsarzt Andreas von Welczeck arbeitete. Nach dessen Pensionierung rückte Hedeler jedoch nicht nach, obwohl von Welczeck ihn als Stellvertreter benannte. Der Posten ist bis heute unbesetzt. Zwischenzeitlich hat die Leiterin der Abteilung Kinder- und Jugendgesundheit das Sagen – und das, obwohl Hedeler gerade während Corona ein idealer Kandidat wäre.

Geschanowski soll Hedeler dazu aufgefordert haben, seine „Außendarstellung zu ändern“. Gemeint habe der Politiker klar seine Hautfarbe. Bei einem anderen Treffen soll Geschanowski laut der Berliner Morgenpost gesagt haben: „Sie passen hier nicht. Wenn bei mir jemand nicht passt, muss er gehen.“

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

BILDÜberraschendes Geständnis von Maite Kelly - Ich könnte mich auch in eine Frau verliebenrbb24CSD-Anschlag: Regenbogenbank im Tiergarten immer wieder beschädigtFrankfurter Allgemeine ZeitungBrief aus Istanbul: Das Jahrhundert der AbzockeMOPO„Schwule Scheiße“: St. Pauli-Buhmann Behrens relativiert seine Skandal-AussagenAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wo würdest du ein erstes Date am liebsten verbringen?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Warnung von Andrew Scott

Kein Vergessen der Aids-Krise

Der schwule Schauspieler Andrew Scott fordert, die Aids-Krise nicht zu vergessen. Sein neuer Film „Elsinore“ erinnert an jene Zeit.
Schwuler Politiker wehrt sich

BDSM-Fotos sorgen für Wirbel

Alte BDSM-Fotos bringen den schwulen US-Politiker Chris Gallant in die Schlagzeilen. Doch der Kongresskandidat denkt nicht an Rückzug.
Coming-Out bleibt ein Tabu

Schwule Profis schweigen weiter

Thomas Hitzlsperger sieht kleine Fortschritte gegen Homophobie im Fußball. Doch viele schwule Profis fürchten ein Coming-Out selbst nach Karriereende.
Schutz für queere Jugendliche

Mamdani finanziert trans* Medizin

New York stellt neun Millionen Dollar für die Behandlung trans* Jugendlicher bereit, nachdem mehrere Kliniken ihre Angebote eingestellt haben.
Queere Jugendliche in Wien

Mehr Angst vor Anfeindungen

Anfeindungen und Gewalt belasten queere Jugendliche in Wien zunehmend. Experten warnen vor psychischen Folgen und fordern bessere Hilfsangebote.
Russlands Strafen explodieren

Rekordbußen gegen LGBTIQ+

Russland verschärft die Verfolgung von LGBTIQ+-Menschen: 2025 stiegen die Geldstrafen um 83 Prozent, die Verfahren um ein Drittel.
Verbot spaltet Tasmanien

Streit um Homo-Heilung

Tasmanien will über ein Verbot von Konversionsmaßnahmen abstimmen. Während die Befürworter auf Schutz drängen, warnen Gegner vor Einschränkungen.
Behrens rechtfertigt Eklat

Kicker betont "dumme Aussage“

Zwei Jahre nach seinem homophoben Spruch spricht Fußballer Kevin Behrens über die Folgen des Eklats, Anfeindungen und Probleme bei der Vereinssuche.
Niederlande zeigen Lila

Statement gegen Ausgrenzung

Am „Lila Freitag“ zeigen die Niederlande heute Solidarität mit LGBTIQ+-Jugendlichen vor dem Hintergrund sinkender Akzeptanz gegenüber Homosexuellen.