Direkt zum Inhalt
Petition für LGBTI*-feindlichen Pastor Olaf Latzel
Rubrik

Verfahren unrechtmäßig? Petition für LGBTI*-feindlichen Pastor Olaf Latzel

co - 05.06.2020 - 13:00 Uhr

Seit dem 14. Mai läuft ein Disziplinarverfahren gegen den evangelischen Pastor Olaf Latzel. Dieser soll Schwule und Lesben während eines Ehe-Seminars im vergangenen Oktober als „Verbrecher“ bezeichnet haben (SCHWULISSIMO berichtete). Daraufhin ermittelte der Staatsschutz wegen Volksverhetzung. Auch die Bremische Evangelische Kirche (BEK) wandte sich gegen ihn.

Jetzt forderten mehr als 19.000 Unterzeichner von der BEK, das Disziplinarverfahren einzustellen. Gründer der Petition ist der Theologie-Student Jonas Eberhardt. Am 4. Juni übergab er die Unterschriften an Johann Daniel Noltenius, der die Kirchenkanzlei leitet. Eigentlich nimmt die Kirche keinerlei Petitionen entgegen, so BEK-Pressesprecherin Sabine Hatscher. Man habe aber „die Petenten, als sie vor der Tür standen, nicht vor den Kopf stoßen“ wollen.

Eberhardt erklärte idea: Ein Disziplinarverfahren könne nur bei „Dienstvergehen, schwerwiegenden Verletzungen des Dienstrechts und strafrechtlichen Verurteilungen eingeleitet werden“. Diese lägen bei Latzel allerdings nicht vor. Man dürfe seine „unglückliche Wortwahl“ nicht ausnutzen, um Kirchenrecht auszuhöhlen und die Meinungsfreiheit zu beschneiden.

Auch Interessant

Ghana steht unter Druck

Besserung der Situation wird gefordert

Geplante Gesetze sollen queeren Leuten das Leben schwer machen. Andere Staaten fordern die Unterlassung solcher Pläne und drohen sonst mit Abwendung.
TikTok-Kanal verursacht Ärger

Heftige Drohungen werden versendet

Drei Moderatorinnen sprechen über LGBTI*-Themen und zeigen provokative Sketche. Daraufhin hagelt es Zorn. Wut schäumt bei den Zuschauern auf.
Steigende Hassverbrechen in England

Ganzjährige Unterstützung wird gefordert

Nicht nur während des Pride Month sollte man sich für LGBTI* eingesetzt werden. Opfer von Gewaltverbrechen gibt es zu jeder Jahreszeit, das ganze Jahr
Trump-Unterstützer in der Politik

Auf Social Media sorgt er für Zwiespalt

Er ist ein homosexueller Christ. Über diese Wahrheit diskutieren Leser im Netz. Manche gratulieren, andere kritisieren und fordern seinen Rücktritt.
Mehr Hilfe von Herren möglich

Großbritannien lockert Blutspende-Regeln

Sex mit einem Partner ist erlaubt. Männer können dennoch Leben retten. Auch der Leiter der Kampagne Freedom to Donate ist begeistert von der Neuerung.
Ungarn zeigt sich queerfeindlich

Große Proteste vor dem Parlament

Sie schwingen Regebogenfahnen und fordern den Rückzug des Gesetzesentwurfs. Doch die ungarische Regierung akzeptiert nur heterosexuelle Leute.
Kamala Harris schreibt Geschichte

Vizepräsidentin beim Pridemarsch

In einer Rede wird die Verabschiedung des Gleichstellungsgesetzes angekündigt. Ein Club soll zum Denkmal ernannt werden. Hier starben 49 Personen.
Die Grünen beantragen Pride-Flaggen

Würzburg unterstützt LGBTI*-Gemeinschaft

Für mehr Toleranz gegenüber queeren Menschen sind Regenbogen-Fahnen für öffentliche Verkehrsmittel im Juni in einer bayrischen Stadt geplant.