Neufassung des Strafgesetzbuches Brunei: Todesstrafe für gleichgeschlechtlichen Sex
Das Sultanat Brunei ist ein Staat in Südostasien, in dem nach geltender islamischer Scharia Homosexualität als illegal geahndet wird. Ab Mittwoch, den 3. April 2019, ist eine Neufassung des Strafgesetzbuches vorgesehen, welche besagt, dass homosexuelle Partner nicht nur mit Peitschenhieben oder Geldstrafen bestraft, sondern sogar zu Tode gesteinigt werden können, wie der Spiegel berichtet.
Sultan Hassanal Bolkiah hatte die Verschärfung des Strafrechts bereits vor fünf Jahren angekündigt. Jedoch konnten internationale Proteste Schlimmeres verhindern. Bis 2014 galt das Scharia-Recht nur für Muslime, ab 2014 wurde das Strafrecht auf alle Bürger, also auch auf Nicht-Muslime, ausgeweitet. Die Organisation `The Brunei Project` fordert eine sofortige Stellungnahme sowie einen Stopp des Gesetzes. Man hofft, dass ihr Aufruf die Einführung des neuen Strafgesetzes noch stoppen kann.