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Podcaster und „Prince Charming“-Kandidat
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„Prince Charming“-Kandidat „Bundfalten-Ikone Robin Solf: Jetzt lässt er die Hosen runter!“

km - 06.10.2021 - 10:00 Uhr

Modisch, fröhlich, Community-bewusst, aufgeweckt und gesprächig: Robin Solf. Einigen ist er vielleicht aus der queeren Szene bekannt. Ob auf Events, in „GAG – der Podcast“ oder auch im Reality TV bei „Prince Charming“ – Robin ist eine sympathische Entertainment-Kanone und Laber-Queen. Was diese Queen SCHWULISSIMO so alles zu erzählen hatte, könnt ihr im Folgenden nachlesen.

 

 

 

Du betonst immer wieder deinen starken Bezug zur queeren Szene. Was gefällt dir am besten an der Szene?
Die queere Szene begleitet mich im Prinzip schon seit meiner Jugend. Für mich ist sie ein sicherer Hafen, in dem ich so sein kann, wie ich bin, ohne mich dafür rechtfertigen zu müssen. Ob in gewagten Outfits, mit drei Tonnen Make-Up drauf oder nach einem schlechten Tag – hier werde ich verstanden. Jedes Mal, wenn ich ein queeres Etablissement betrete (wie zum Beispiel das Schwuz), verspüre ich ein Kribbeln im Bauch.

Warum ist dir die Identifikation mit der Community so wichtig?
Ich würde behaupten, dass ein Großteil meines Charakters und meines Selbstvertrauens aus der queeren Community entsprungen ist. Hierbei rede ich aber nicht von Twinks, die in Tank-Tops durch den Club hüpfen, sondern von Drag Queens und queeren Artists, die mich inspiriert haben, mich so selbstbewusst und freizügig zu zeigen, wie ich es heute tue. Die queere Community ist eine der vielfältigsten, die ich kenne und im Umkehrschluss möchte ich für diese auch einstehen, da sie mir so viel Kraft und Freude vermittelt hat.

„Bundfalten-Ikone Robin Solf: Jetzt lässt er die Hosen runter!“

Was macht die queere Szene in Berlin so besonders?
Berlin ist einfach eine ganz eigene Blase. Die queere Szene in Berlin ist so vielfältig und das meine ich wirklich so: egal was man sich vorstellt, in irgendeiner Form wird es das bei uns geben. Selbst ich lerne täglich dazu. Außerdem bietet Berlin mir eine große Plattform mich so zu entfalten, wie ich es möchte. Der Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt.

Wie siehst du das Gegeneinander und Shaming in der Community und was kann man dagegen unternehmen?
Die Community kämpft natürlich noch immer für Akzeptanz in der Gesellschaft und fordert Rechte ein. Manchmal tun das leider alle für sich und dies fördert den Konkurrenzkampf. Besonders „femininen“ Männern wie mir, wird innerhalb der Community oft vorgeworfen diese nicht optimal nach außen zu vertreten und deshalb ein falsches Bild zu vermitteln. Allerdings besteht meiner Meinung nach die Aufgabe nicht darin uns an eine sehr heteronormative Gesellschaft anzupassen, sondern uns so zu zeigen, wie wir sind und wie wir uns fühlen. Wir sollten teilweise mehr zusammenarbeiten und für einander einstehen, als gegeneinander zu arbeiten. Ich finde aber auch, dass sich das in den letzten Jahren schon mehr und mehr verbessert hat.

„Achtung Kim – Robin züngelt fremd!“, titelte Promiflash in einem Artikel über dich. Grund war ein Bild von dir und Arne (aus Staffel zwei PC) auf dem CSD. Mit welcher lächerlichen Clickbait-Überschrift könnten wir dieses Interview betiteln?
„Bundfalten-Ikone Robin Solf: Jetzt lässt er die Hosen runter!“

Du bist Podcaster, Musiker, Showmaster, Mode-Ass und Reality-Star. Gibt es ein Talent oder eine Fähigkeit, die du noch gerne hättest?
Ich kann leider vieles nicht wirklich, ich habe nur klare Träume und bin mir nicht zu schade diese auch zu verfolgen. Ich würde allerdings wirklich gerne ein wenig technikaffiner sein, denn dafür bin ich leider einfach zu blöd.

Würdest du jemals wieder bei einer Dating Show mitmachen oder geht es für dich jetzt ins Kloster?
Bei einer Dating-Show würde ich nicht nochmal teilnehmen, sondern eher bei einer Show, in der ich meine Talente unter Beweis stellen kann. Super gern würde ich eine Show moderieren oder der lustige Side-Kick mit dummen Sprüchen sein. Mit dem Kloster hatte ich leider einen Disput, da sie mir nicht erlauben wollten eine Latex-Kutte zu tragen. Ein bisschen Fashion wollte ich auch da mitbringen, deswegen wird das wahrscheinlich nichts.

Was nimmst du aus „Prince Charming“ mit?
Ich nehme definitiv mit, Menschen nicht so schnell vorzuverurteilen, sondern ihnen erstmal eine Chance zu geben und sie kennenzulernen. Heutzutage hat man meist doch Vorurteile, von denen man sich super schwer lösen kann. Bei „Prince Charming“ habe ich so viele Hasen kennengelernt, mit denen ich außerhalb der Show wahrscheinlich keinen Kontakt gehabt hätte. Außerdem muss ich an meinen Tischmanieren arbeiten – ich esse teilweise wie ein Wildschwein.

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