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Alltagstipps bei Neurodermitis // © Unsplash/ Chris Jarvis
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So beugst du einem Schub vor Alltagstipps bei Neurodermitis

Redaktion - 09.05.2022 - 12:48 Uhr

Viele Menschen mit Neurodermitis kennen das Problem: Plötzlich, aus heiterem Himmel, treten die typischen Symptome, wie Juckreiz, Rötungen und Schuppungen der Haut, auf. In diesem Artikel möchten wir dir ein paar Tipps geben, wie du einem Schub vorbeugen kannst. Wir zeigen dir, welche Alltagstipps und Verhaltensweisen du meiden solltest und was du stattdessen tun kannst.

Die passende Hautpflege

Für Menschen mit Neurodermitis ist die richtige Hautpflege besonders wichtig. Du solltest daher unbedingt eine Pflegecreme oder -lotion verwenden, die speziell für sensible und trockene Haut entwickelt wurde. Achte dabei auch darauf, dass die Pflege nicht zu reizend ist und möglichst wenig Duft- und Konservierungsmittel enthält.

Eine gute Hautpflegeroutine bei Neurodermitis besteht aus einer Basispflege und einer Akutpflege. Die tägliche Basispflege dient vor allem dazu, einem akuten Schub vorzubeugen, während die Akutpflege dafür da ist, Symptome zu lindern und die Haut im Ernstfall zu beruhigen. Im Zuge einer Neurodermitis-Behandlung bei Anbietern wie FORMEL Skin werden beide Pflegebedürfnisse berücksichtigt – ein Arzt kann dabei entscheiden, wann eine Basispflege ausreicht und wann eine Cortisoncreme notwendig wird.

Die Haut vor Kälte, Wind und Sonne schützen

Besonders im Winter ist es für Neurodermitikern wichtig, die eigene Haut vor Kälte, Wind und Sonne zu schützen. Achte daher darauf, bei jedem Wetter eine Kopfbedeckung und Handschuhe zu tragen. Im Winter ist es von besonderer Bedeutung, ausreichend Sonnenschutzmittel aufzutragen, um einem Sonnenbrand vorzubeugen.

Kontakt zu Allergenen vermeiden

Einer der wichtigsten Tipps bei Neurodermitis ist, allergische Reaktionen zu vermeiden. Viele Menschen mit Neurodermitis sind nämlich auch allergisch gegen bestimmte Stoffe. Die häufigsten Allergene sind:

- Tierhaare

- Hausstaubmilben

- Schimmelpilze

- Kosmetika und Parfüms

- Chemikalien in Reinigungs- und Waschmitteln

- Nahrungsmittel wie Nüsse, Milch, Eier, Gluten und Soja

Wenn du weißt, auf welche Stoffe oder Nahrungsmittel du empfindlich reagierst, solltest du diese so gut es geht meiden. Auch wenn das manchmal nicht ganz einfach ist. Nahrungsmitteln etwa, kann man recht leicht aus dem Weg gehen, bei Hausstaub und Milben ist dies viel schwieriger.

Stress vermeiden

Neurodermitiker sollten besonders darauf achten, Stress zu vermeiden. Denn Stress kann nicht nur die Symptome verschlimmern, sondern auch der Auslöser für einen Schub sein. Wenn du also merkst, dass du gestresst bist, solltest du versuchen, dich zu entspannen, etwa durch Yoga, Meditation oder autogenes Training. Auch Spazierengehen an der frischen Luft hilft dir dabei, den Kopf freizubekommen und dich zu entspannen.

Kein Alkohol und Tabak

Auch Alkohol und Tabak sollten von Neurodermitis-Patienten gemieden werden. Denn sowohl Alkohol als auch Nikotin können die Symptome verschlimmern und einen Schub auslösen. Wenn du also Neurodermitis hast, ist es am besten, ganz auf Alkohol, Tabak und andere Drogen zu verzichten. Wenn es dir schwerfällt, mit dem Rauchen direkt aufzuhören, kannst du dir für die Übergangszeit eine E-Zigarette besorgen.

Nicht kratzen

Ein weiterer wichtiger Tipp bei Neurodermitis ist, nicht zu kratzen. Denn durch das Kratzen können die Symptome verschlimmert und Bakterien eingetragen werden, die möglicherweise Infektionen auslösen. Wenn du also Juckreiz hast, solltest du versuchen, ihn zu ignorieren oder dich abzulenken, zum Beispiel mit einem Buch oder einem Spiel. Wenn das nicht hilft, kannst du auch einen kühlenden Umschlag machen. Dafür eignet sich unter anderem ein nasser Waschlappen, den du für ein paar Minuten auf die betroffene Stelle legst.

Die richtige Kleidung

Auch die richtige Kleidung spielt bei einer Neurodermitis-Erkrankung eine Rolle. Du solltest  auf jeden Fall weiche und atmungsaktive Kleidung tragen. Achte darauf, dass die Kleidung nicht zu eng ist oder an deinem Körper reibt. Denn enge oder raue Kleidung kann die geschundenen Hautstellen zusätzlich reizen und einen erneuten Schub begünstigen.

Fazit

Neurodermitis ist leider nicht vollständig heilbar, trotzdem sollten diese Tipps dir dabei helfen, deine Neurodermitis unter Kontrolle zu bekommen und die typischen Schübe zu vermeiden. Wenn du trotzdem immer wieder unter Juckreiz, Rötungen und Ekzemen leidest, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen. Denn nur ein Experte kann den Schweregrad deiner Neurodermitis diagnostizieren und die passende Behandlungsmethodik festlegen.

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