Direkt zum Inhalt
Absage an die CDU
Rubrik

Absage an die CDU! Zweite Pride-Klatsche für die Union nach Verbot in München!

ms - 13.07.2023 - 13:30 Uhr

Das CSU-Verbot bei der Pride-Parade in diesem Jahr in München hatte im Mai für Aufsehen gesorgt – die vier LGBTI*-Organisationsvereine des CSD München hatten beschlossen, die bayerische Partei auszuschließen, da diese sich zuletzt mehrfach kritisch in LGBTI*-Aspekten (Drag-Lesungen vor Kleinkindern) geäußert hatte und ihr Grundsatzprogramm zudem nicht glaubhaft den Einsatz für Akzeptanz von LGBTI*-Menschen aufzeige. Nun zieht das Team des CSD Hamburg nach und erklärte heute, auch in der Hansestadt ist die Schwesterpartei CDU nicht willkommen. Die zweite Pride-Klatsche für die Union in diesem Sommer.

Entsetzen über Entwicklung der CDU

Via Facebook und Instagram schrieb der CSD Hamburg: „Wir sind entsetzt über die jüngste Entwicklung der CDU. Die Diskrepanz zwischen den Worten und Taten einiger Mitglieder macht uns fassungslos, aber nicht sprachlos.“ Konkret kritisiert das CSD-Team, dass die CDU Hamburg zwar einerseits in einer Anzeige im Pride-Magazin einen „Happy Pride“ wünscht und sich dementsprechend präsentiert, Parteimitglieder auf der anderen Seite aber in Hamburg eine Initiative gegen das Gendern unterstützen und sich die CDU Hamburg auf dem Landesparteitag zudem gegen das geplante Selbstbestimmungsgesetz ausgesprochen hat. Begründet wurde die Absage unter anderem mit den Bedenken, in seiner derzeitigen Form könne das Gesetz zu Missbrauch führen und Schutzräume von Frauen verletzen.

 CDU müsse sich klar positionieren

„Wir appellieren an die CDU, sich endlich klar zu positionieren und zu hinterfragen, wofür sie eigentlich steht! Für uns steht fest: Mit ihrem widersprüchlichen Verhalten ist die CDU beim Hamburger CSD am 5. August nicht willkommen. Wir sind enttäuscht, wie die Partei ihre frühere Unterstützung für die LGBTIQ*-Gemeinschaft nun in Frage stellt und gleichzeitig Vorstöße unterstützt, die sich gegen Vielfalt und Gleichberechtigung richten. Der Christopher Street Day ist eine Demonstration der Akzeptanz und Gleichstellung, und wir erwarten, dass nur Organisationen teilnehmen, die diese Werte aktiv vertreten und fördern“, so der Hamburger CSD abschließend. Eine Reaktion seitens der Hamburger CDU steht noch aus.  

Auch Interessant

Einsatz in Bremerhaven

Neuer Ansprechpartner für LGBTI*

Pünktlich zur Pride Week gibt´s in Bremerhaven jetzt offiziell einen neuen LGBTI*-Ansprechpartner. Schwerpunkt ist der Einsatz gegen Hasskriminalität.
Mythos Abraham Lincoln

War der US-Präsident schwul?

War US-Präsident Abraham Lincoln wirklich schwul oder bisexuell? Eine neue Doku mit bisher unveröffentlichen Briefen legt die These erneut nahe.
Gedenken an Schwulenmord

Stephen King lässt die Tat nicht los

Stephen King und eine ganze Stadt gedenken der Ermordung eines 23-jährigen Schwulen, dessen Geschichte in Kings Weltbestseller „Es“ Einzug fand.
Kampf gegen die Homo-Heilung

Konversionstherapien in Afrika

Fast jeder zweite schwule Afrikaner durchlebt Konversionstherapien. Dagegen formiert sich jetzt in Südafrika Widerstand.
Ehe für alle in Brasilien

Finaler Kampf im Nationalkongress

Ein Kampf zwischen Gut und Böse: Kann die Homo-Ehe endlich final im Gesetz verankert werden oder gewinnen homophobe Rechtsextremisten in Brasilien?
Bilanz Pride Monat

Licht und Schatten in den USA

Die LGBTI*-Organisation GLAAD zog jetzt Bilanz über den Pride Monat in den USA, viel Licht und Schatten. Insgesamt kam es zu 110 Attacken auf LGBTI*.
HIV-Neuinfektionen

Anstieg von rund 16 Prozent

Rund 2.200 Menschen infizierten sich 2023 neu mit HIV, etwa 1.200 davon sind schwule und bisexuelle Männer, so die neusten Daten des RKI.
Queere Namensspiele in Berlin

Das Gay-Viertel wird zum Regenbogenkiez

Endlich packt die CDU Berlin die wirklich wichtigen Probleme an! Der schwul-lesbische Kiez am Nollendorfplatz bekommt den Beinamen "Regenbogenkiez".
Verbot von K.O.-Tropfen

Mehr Sicherheit beim Gay-Dating?

Bundesgesundheitsminister Lauterbach will K.O.-Tropfen verbieten lassen. Bedeutet das auch mehr Sicherheit beim Gay-Dating?