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Weihnachtsstress
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Alle Jahre wieder Weihnachtsstress

kk - 02.12.2023 - 17:00 Uhr

Alle Jahre wieder, stresst uns die Weihnachtszeit: Damit wir dieses alte Lied nicht wirklich umtexten müssen haben wir für Euch im Folgenden Tipps zusammengestellt, wie diese hektische Zeit gut und gelassen zu bewältigen ist.

Warum fühlen wir uns in der Vorweihnachtszeit besonders gestresst?

Auch Studien belegen: In den Tagen und Wochen vor Weihnachten ist der Stresslevel bei den meisten Menschen besonders hoch. Wissenschaftler der Universität Gießen haben Erwachsene zu unterschiedlichsten Zeitpunkten im Jahr zu ihrer Lebensqualität befragt: Und ausgerechnet an Weihnachten, der angeblich schönsten Zeit des Jahres, war diese schlechter als sonst und stieg erst nach den Festtagen langsam wieder an. Die Forscher gehen davon aus, dass Zeitdruck, soziale Verpflichtungen und eventuell finanzielle Sorgen entscheidende Ursachen für den Stress sind. Zudem legt die Studie nahe, dass der hohe Konsumdruck in unserer Gesellschaft, der gefühlt bereits Ende September beginnt, dazu führen könnte, sich stärker mit anderen zu vergleichen – auch das steigert die Unzufriedenheit. Und vielleicht ist es auch der Druck, das an Weihnachten immer alles besonders harmonisch, perfekt und schön sein muss, um als gelungenes Fest zu gelten. Dabei sind wir derzeit von vielen Krisen und Unsicherheiten umgeben – alles Dinge, die man beiseite schieben soll, um nach der Arbeit noch schnell (passende) Geschenke zu kaufen, ein (besonderes) Menü für den Heiligabend zu zaubern und für die Tage davor (kreative) Kekse zu backen. Wie also rauskommen aus diesem Hamsterrad?

Wie verhindere ich Weihnachtsstress?

Am besten lässt man ihn natürlich erst gar nicht entstehen: Wir sollten uns also bereits im Vorfeld überlegen, wie man sein Stresslevel niedrig halten und seine Erwartungen an ein schönes Weihnachten einhalten kann. Hier ein paar Empfehlungen, die helfen können:

  • Routinen & Abläufe hinterfragen: Schon Albert Einstein sagte: „Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert“. Um in der Vorweihnachtszeit also nicht wahnsinnig zu werden, sollte man dringend diejenigen Abläufe ändern, die immer zu Stress führen. Eine Möglichkeit ist es, Aufgaben zu verteilen. Statt eines aufwändigen Menüs kann man auch ein Buffet veranstalten, zu dem alle Familienmitglieder etwas mitbringen.
  • Konsum & Geschenkdruck reduzieren: Natürlich freut man sich über strahlende Augen, wenn man seinen Lieben ein schönes Geschenk überreicht. Dennoch sollte der übliche Geschenkemarathon nicht in Perfektionswahn ausarten, denn das kostet Nerven, Zeit und Geld. Wenn man also vorab ein Budget (auch innerhalb der Familie und dem Freundeskreis) festlegt, reduziert dies den Druck gewaltig.
  • Planung & Pausen koordinieren: Klar, niemand denkt bei Sommerhitze an Weihnachten, dennoch kann man bereits in der Jahresmitte Geschenke kaufen. Oft genug sieht man etwas Hübsches im Urlaub, das etwas für diejenige oder denjenigen sein könnte. Warum dann nicht gleich zugreifen? Und wenn uns die Supermärkte bereits Ende September mit Lebkuchen quälen, warum nicht selbst schon im November Kekse backen? Das entzerrt die Aufgaben und verschafft Verschnaufpausen.
  • Konflikte und Krisen verschieben: Ja, um uns herum toben vielfältige Krisen, Kontroversen und sogar Kriege. Dennoch muss man diese Themen nicht ausgerechnet an Weihnachten diskutieren, der Erfahrung nach wurden mit solchen Gesprächen noch nie irgendwelche Probleme gelöst. Klärt also dies am besten vorab mit den übrigen Familienmitgliedern.
  • Nein sagen! Ein kleines Wort, das vielen nicht leicht über die Lippen kommt, denn zu schnell lässt man sich nämlich ein schlechtes Gewissen machen, wenn man etwas zu Weihnachten ablehnt. Dennoch übt, zusätzliche Aufgaben oder Verpflichtungen abzulehnen, etwa ein Treffen mit Freunden am ersten Weihnachtsfeiertag oder aufgedrängte zusätzliche Verwandtschaftsbesuche am zweiten.

Wie halte ich meine innere Balance?

Contenance wahren und innere Balance halten: Diesen gelassenen Gemütszustand zu erreichen, ist das schönste Geschenk in der Weihnachtszeit. Wie das gehen kann, zeigen wir Euch hier:

  • Auf den Körper hören: Stress, schnelles Essen und Schlafmangel lassen uns unzufrieden und unglücklich werden. Deshalb ist es wichtig, sich auch in der hektischen Vorweihnachtszeit nicht hetzen zu lassen, auf genügend Ruhe, gesunde Bewegung und vernünftige Ernährung zu achten.
  • Die Erwartungen senken: Alles soll perfekt sein, den größten Weihnachtsstress machen wir uns also oft selbst und er entsteht im Kopf. Es muss nichts perfekt sein, Rituale kann man ändern und Erwartungen (auch die der anderen an einen selbst) sollte man nicht zu hoch ansetzen.
  • Sich Freiraum verschaffen: Bereits in der Adventszeit sollte man regelmäßig Freiräume einplanen, die man nur für sich nutzt, etwa für einen Spaziergang, eine Massage oder ein gutes Buch. Sobald die ganze Familie zusammenkommt, ist das für alle Beteiligten besonders wichtig. Plant also Zeiten für Rückzugsmöglichkeiten ein und besprecht das vorab mit den Verwandten.

In diesem Sinn, lasst uns entspannt singen: Alle Jahre wieder, freut uns die Weihnachtszeit!

 

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