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Die Corona-Hochzeit-Trends
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Die Corona-Hochzeit-Trends Pandemiekonform um die Hand anhalten

kk - 02.02.2022 - 10:00 Uhr

Corona wirbelt alle Pläne ziemlich durcheinander, so auch die Hochzeitsplanungen von Paaren: So weiß man weder, ob, wann und wenn doch, mit wie vielen Gästen man letztendlich feiern kann. Wir stellen Euch im Folgenden die Hochzeitstrends 2022 vor, mit denen ihr auch coronakonform den schönsten Tag des Lebens verbringen könnt!

 

Outdoor-Elopement:
Viele Events wurden aufgrund von Corona nach draußen verlagert und so bietet sich dies auch beim Thema Heiraten an: Der Trend Outdoor-Elopement (vom englischen elope für durchbrennen) klingt nicht nur spannend, sondern ist es auch. Als Elopement bezeichnet man eine Hochzeit im Freien, die man zum Beispiel nur als Paar oder aber im kleinen Kreis feiert. Die Vorteile liegen auf der Hand, denn man kann so mit Abstand auf Masken verzichten und dank der Mini-Gästeliste wird die Feier auch noch wesentlich günstiger. Zudem ist man in Punkto Zeit und Ort der Trauung ziemlich flexibel. Man kann es romantisch angehen und sich das Ja-Wort beim Sonnenaufgang zu zweit in einem Heißluftballon geben oder man feiert mit wenigen aber dafür engen Freunden auf einer abgelegenen Waldlichtung. Dazu kann man individuelle Aspekte setzen, indem man etwa eine persönliche Rede oder ein privates Konzert bucht.

© satura86

Micro-Weddings:
Da die Hochzeitsplanung unter Corona selbst für professionelle Wedding-Planner mühselig ist (ständig neue Fallzahlen und damit einhergehende Regeln sowie Impfnachweise, die in den Bundesländern auch noch unterschiedlich sind machen jede Planung extrem kompliziert), hat sich ein Trend durchgesetzt: Weniger ist mehr! So genannte Micro-Weddings oder auch Tiny Weddings genannt können dabei das maximale an Intensität herausholen. Denn wie sagt Traurednerin und Expertin Friederike Delong so treffend: "Kleine Hochzeiten mit nur einer Handvoll Gäste sind wundervoll. So beschränkt man sich auf die allerliebsten Menschen und besinnt sich auf das, worum es doch geht: Die Liebe zwischen zwei Menschen." Je größer ein Hochzeit, desto schwieriger zudem auf Hygienemaßnahmen zu achten – denn eine feiernde ausgelassene Menge kann man schlecht kontrollieren und bringt nur Stress mit sich. Qualität statt Masse lautet das Motto der Micro-Weddings, die so intim und individuell ausfallen. Wer dennoch einer großen rauschenden Party eine kleine Träne nachweint, der sollte sich an den Spruch „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben“ erinnern und an alle, mit denen man nachfeiern möchte eine Save-The-Date-Einladung verschicken, in der man eine „After Wedding Party“ ankündigt. So kann man auch noch nach der Hochzeit eine große Portion Vorfreude bunkern!

Staffelhochzeiten:
Klingt nach Sport? In gewisser Weise ist diese Art zu heiraten schon recht sportlich, denn man entzerrt die Hochzeit auf mehrere Tage bzw. Veranstaltungen und kann so in mehreren „Disziplinen“ feiern. So könnte man beispielsweise mit Oma und Opa bei der Trauung Kaffee trinken, mit den Freunden dann zu Abend essen. Hat man schon eine Hochzeitseinladung verschickt, dann schickt man für eine notwendig gewordene Staffelhochzeit einfach ein Update hinterher. Und das Internet hat sich sowieso während Corona als unverzichtbar erwiesen, warum also nicht alle Änderungen und Infos auf einer Hochzeitshomepage für alle Gäste bündeln?

© franckreporter
© franckreporter

Hybride Heiraten:
Apropos Internet, Streamings und Live-Übertragungen sind auch bei Hochzeiten dank Corona nicht mehr wegzudenken: Diese digitalen Formate erlauben es nicht nur Menschen dabei zu sein, die zum Beispiel wegen möglicher Reisebeschränkungen nicht kommen können, sondern können auch langfristig Hochzeitsfeiern ergänzen. Virtuelle Save-The-Dates sind darüber hinaus wahre Budget-Wunder, denn spart sich viel an Kosten für Druck und Versand. Auch online in Echtzeit über die Planungen kommunizieren zu können ist eine wirkliche Erleichterung für alle Involvierten.

Green Weddings:
Das Thema „nachhaltig heiraten“ bzw. Green Weddings dürfte Corona überleben, auch wenn diese Pandemie vielleicht erst den nachdenklichen Anstoß dazu gegeben hat: Dieser Trend fängt bei nachhaltigen recycelten Materialien für die Einladungskarten an, geht über die Location von Unternehmen mit Bio- und Fair Trade Produkten bis hin zu den Hochzeitsringen, die aus altem Goldschmuck hergestellt werden und einer besonderen Hochzeitsgarderobe aus Second-Hand-Boutiquen.

Unter der Woche heiraten:
Es gibt viel an Hochzeiten nachzuholen und so sind viele begehrte Termine wegen den coronaverschobenen Hochzeiten bereits ausgebucht: Daher machen viele Paare aus der Not eine Tugend und kreieren einfach den Trend, sich unter der Woche das Ja-Wort zu geben, denn schließlich kann ein Mittwoch genau so romantisch sein wie ein Samstag! Zudem hat man nun eine größere Auswahl an diversen Dienstleistern, man kann sich einen Wunschmonat aussuchen und spart nebenbei auch noch ziemlich viel Geld. Und Gäste, die sich extra dafür einen Tag Urlaub nehmen, sind auch wirklich wertvolle Gäste!

Heiraten im Garten:
Die Hochzeiten werden wegen Corona auch gerne in den hauseigenen Garten verlegt, so dass man dort entspannt unter freiem Himmel feiern kann: Um diese besonders hübsch zu gestalten, setzen die meisten auf eine kuschlige Wohnzimmeratmosphäre und bauen dazu gemütliche Lounge-Ecken samt Sofas, Kissen und Sesseln auf. In einer solchen Sitzecke fühlen sich die Gäste wie zu Hause. Für die nötige Party-Stimmung können zudem so genannte Sattelite Bars sogen, also mehrere spezialisierte Bars wie zum Beispiel eine Kaffee-Bar, ein Cocktail-Stand und die passende Deko mit Lampions und Lichterketten sorgen. Angesagt sind in Punkto Hochzeitsfeiern auch Freiluft-Zelte, denn in geschlossenen Räumen fühlen wir uns seit Corona sowieso nicht mehr so frei und wohl. In einem Open-Air-Zelt kann man sich hingegen entspannen und dennoch geschützt fühlen. Und Abends kann es draußen zudem mit einem romantischen Lagerfeuer ganz schön knistern, bevor man dann einen Blick in die Sternenwelt wirft und von der gemeinsamen Zukunft – ohne Corona! – träumt.

© LeeYiuTung
© LeeYiuTung

Heiraten wie im Urlaub?
Wegen Corona ist die Hochzeit unter Palmen schwer zu organisieren, aber wer flexibel ist und mit Verschiebungen leben kann, sollte dennoch an diesem Traum festhalten. Denn in der Tat, Wie im Traum ist eine Hochzeit unter Palmen oder bei sanftem Meeresrauschen: Damit dies kein Traum bleibt, kann man auch diese Variante fernab der Heimat planen, denn sowohl zu zwei als auch mit Hochzeitsgesellschaft gibt es in inzwischen dank Spezialveranstalter, die ein komplettes Hochzeitsreisepaket anbietet viele interessante Möglichkeiten. LGBTI*-Paare sollten sich hierzu jedoch vorab über die rechtlichen Aspekte des Wunschlandes informieren, denn Dokumente und Urkunden sollten die Hochzeitsfreude nicht trüben.
 

Wer es verrückt liebt, könnte zudem noch über einige individuelle Trauungen nachdenken, bei denen man meistens sowieso nur coronakonform zu zweit ist und zudem auch noch etwas ganz ganz Eigenes machen kann. Also wie wäre es...

... auf einem Berggipfel?
Hierbei entstehen nicht nur atemberaubende Hochzeitsbilder, die Herzen werden bei solch einer Aussicht sicher auch doppelt höher schlagen.

... unter Wasser?
Wie Meerjungfrauen oder Meerjungmänner kann man sich bei solch einer magischen Unterwasser-Trauung blubbernd das Ja-Wort geben.

... in der Wüste?
Die Dünen der Wüste sind ebenfalls eine atemberaubende Kulisse für eine Hochzeit und deren Bilder: Mitten im Nirgendwo sich die ewige Liebe schören und dann auf einem Kamelrücken in die gemeinsame Zukunft reiten – wie romantisch ist das denn bitte?

© Edwin Tan
© Edwin Tan

... per Fallschirm?
Jaaaaaaaaaa, ich will in die Ehe springen! So oder so ähnlich könnte es lauten, wenn man sich für diese adrenalingetriebene Variante einer Trauung entscheidet. Aber keine Sorge: Das Ja-Wort kann man sich meistens am Boden geben und den (Glücks-)Sprung vorher ohne Worte genießen.

... im Heißluftballon?
Ein romantisches Highlight im wahrsten Sinn, ist es sich über den Wolken und im 7. Himmel das Ja-Wort zu geben.

 

Fazit: Egal, wofür ihr Euch entscheidet, letztendlich wichtig ist eigentlich nur, dass Ihr Euch für Euch entschieden habt! Die goldene Hochzeitscoronaregel lautet dabei: Draußen, klein und flexibel feiern – mit diesem Fahrplan kann man sich kaum verirren und landet sicher und schön im Hafen der Ehe!

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