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Britische Gesundheitsbehörde warnt vor Ansteckung // © IMAGO / Xinhua
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Britische Gesundheitsbehörde warnt Bisher sieben Fälle in London und im Nordosten Englands bestätigt

ms - 18.05.2022 - 10:30 Uhr

Eine neue Viruserkrankung speziell unter Homosexuellen in Großbritannien sorgt aktuell für Verunsicherung in der Gay-Community des Landes – manch einer erinnert sich mit Grauen an die ersten Fälle von HIV auf der Insel.

Insgesamt hat die britische Gesundheitsbehörde UKHSA sieben Fälle von Affenpocken festgestellt, allesamt in London sowie im Nordosten des Landes. Bisher gibt es keine konkreten und bekannten Zusammenhänge aller sieben Fälle, außer, dass es sich höchstwahrscheinlich durchwegs um homosexuelle Männer handelt.

 

Das UKHSA stellt dazu weiter fest: „Es besteht kein Zusammenhang mit Reisen in ein Land, in dem die Windpocken endemisch sind, und es wird weiterhin dringend untersucht, wo und wie sie sich infiziert haben, und ob es weitere Verbindungen zueinander gibt.“

Die Patienten, die medizinische Versorgung benötigen, befinden sich alle in Spezialabteilungen für Infektionskrankheiten in drei britischen Krankenhäusern. Die Betroffenen haben sich mit dem westafrikanischen Klon des Virus infiziert, der im Vergleich zum zentralafrikanischen Pendant milde verläuft.

Affenpocken sind eine Virusinfektion, die normalerweise mit Reisen nach Westafrika in Verbindung gebracht wird. Es handelt sich in der Regel um eine leichte, selbstlimitierende Krankheit, die durch sehr engen Kontakt mit erkrankten Personen übertragen wird. Zumeist ist der Verlauf nicht lebensbedrohlich, es kann aber auch zu schweren Krankheitsverläufen kommen.

 

Die britische Gesundheitsbehörde dazu: „Dies ist ein seltener und ungewöhnlicher Fall. Die UKHSA untersucht derzeit die Quelle dieser Infektionen. Wir fordern insbesondere schwule und bisexuelle Männer auf, auf ungewöhnliche Hautausschläge oder Läsionen zu achten und sich unverzüglich an einen sexuellen Gesundheitsdienst zu wenden.“

Zu den ersten Symptomen von Affenpocken gehören Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen, geschwollene Lymphknoten, Schüttelfrost und Abgeschlagenheit. Es kann sich ein Ausschlag entwickeln, der oft im Gesicht beginnt und sich dann auf andere Körperteile, einschließlich der Genitalien, ausbreitet. Der Ausschlag verändert sich und durchläuft verschiedene Stadien, die wie Windpocken oder Syphilis aussehen können.

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