Direkt zum Inhalt

Ab dem 1. Juli Ehe für alle auch in der Schweiz möglich

Von co - 18.11.2021 - 14:00 Uhr
Ehe für alle auch in der Schweiz möglich
Foto: © Rawpixel
ANZEIGE
Loading audio player...

Am 26. September stimmte das Schweizer Volk ganz klar zugunsten der gleichgeschlechtlichen Ehe. Der Bundesrat beschloss diese Woche, dass die Ehe für alle am 1. Juli 2022 in Kraft treten soll. Einige Bestimmungen sollen sogar schon ab dem 1. Januar gelten.

Einführung in zwei Stufen

Bisher gab es in der Schweiz lediglich die eingetragene Lebenspartnerschaft. Und auch nur diese wurde von den Behörden anerkannt – auch wenn ein Paar im Ausland geheiratet hatte. In einem ersten Schritt sollen solche Paare bereits zu Beginn des neuen Jahres vom Güterstand profitieren. Ab dem 1. Juli folgt das eigentliche Gesetz: Jedes gleichgeschlechtliche Paar kann dann entweder heiraten oder seine eingetragene Lebenspartnerschaft in eine Ehe umwandeln. Letzteres geht mit einer einfachen Erklärung beim Standesamt. Für Ersteres können interessierte Paare sich schon vor dem Stichtag für ein Ehevorbereitungsverfahren registrieren. Laut Law News sind nach der Öffnung keine neuen eingetragene Partnerschaften mehr möglich.

Widerstand zwang zur Abstimmung

Mit einer Unterschriftenaktion verhinderten Gegner der Ehe für alle eine einfache Lösung und erzwangen eine Volksabstimmung. Doch auch wenn die Opposition die Stimmung mit Fotos von weinenden Kindern negativ zu beeinflussten versuchte (SCHWULISSIMO berichtete), reichten ihre Bemühungen nicht aus: Laut dem Redaktionsnetzwerk Deutschland stimmten 64,1 Prozent der Wählenden mit Ja.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

FalterTipp Pop: Ebow – Cool, queer und gesellschaftskritischtazNach dem CSD-Anschlag: Viele Bekundungen, kaum KonkretesndQueer | Razzia in Casa Kuá schüchtert Berliner trans* Community eintazRazzia in queerem Community-Ort: Alles wegen ein paar TablettenAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wie wichtig ist dir ein LGBTIQ+-freundliches Arbeitsumfeld bei der Wahl eines Arbeitgebers?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Heiße Heated Rivalry-Stars

TV-Serie räumt Nominierungen ab

Die „Heated Rivalry“-Stars Hudson Williams und Connor Storrie sind bei den Grindr Awards gleich mehrfach für ihre sexy Körper nominiert.
Ferran Torres leicht bekleidet

Fußballstar polarisiert mit Fotos

Spaniens Fußballstar Ferran Torres sorgt mit einer freizügigen Unterwäschekampagne für Aufsehen – und entfacht erneut Diskussionen in sozialen Medien.
Türklinke im Hintern

Kuriose Fälle in Notaufnahmen

Mehr als 1.500 Briten suchten binnen eines Jahres in England wegen Fremdkörpern im Hintern eine Notaufnahme auf. Ärzte warnen vor Verletzungsgefahren.
Alfie Watts übers Coming-Out

Familie reagierte mit Ablehnung

„Race Across the World“-Gewinner Alfie Watts spricht über die Ablehnung seiner Familie nach seinem bisexuellen Coming-Out und besondere Unterstützung.
Antidepressiva machen schwul

Neue Theorien aus Russland

Russlands Duma-Abgeordneter Vitali Milonow behauptet, Antidepressiva könnten Homosexualität auslösen, und fordert strengere Verschreibungsregeln.
STI-Welle in Italien

Sehr starker Anstieg bei Männern

In Italien steigen die Meldungen sexuell übertragbarer Infektionen deutlich. Besonders betroffen sind Männer, die Sex mit Männern haben.
Streit um UN-Menschenrechtsrat

Ausschluss von Anti-LGBTIQ+-Länder?

Fünf Staaten, die Homosexualität bestrafen, wurden jetzt in den UN-Menschenrechtsrat gewählt. Die African Human Rights Coalition übt scharfe Kritik.
Sportstreit in Nebraska

Trans* Verbot vor Abstimmung

Das Oberste Gericht Nebraskas lässt eine Abstimmung über ein Verfassungsverbot für trans* Sportlerinnen im Mädchen- und Frauensport zu.
Trauer um Coos Huijsen

Vorreiter der Community ist tot

Der Niederländer Coos Huijsen bekannte sich 1976 als erster Parlamentarier weltweit öffentlich zu seiner Homosexualität. Nun ist er gestorben.