Direkt zum Inhalt
Neue Auflagen für queere Kinderbücher in Ungarn
ANZEIGE

Nur noch neutral verpackt Neue Auflagen für queere Kinderbücher in Ungarn

co - 09.08.2021 - 14:00 Uhr
Loading audio player...

Seit dem 6. August gelten in Ungarn neue Regeln für den Buchhandel: Kinderbücher mit LGBTI*-Inhalten müssen ab jetzt in neutralen Verpackungen angeboten werden. Im Umkreis von 200 Metern um Schulen und Kirchen dürfen solche Bücher gar nicht mehr verkauft werden. Wie Reuters berichtet, gelten die neuen Regeln auch für Bücher, die „Werbung für den Geschlechterwandel“ oder „explizite“ Darstellungen von Sexualität enthalten.

Das Gesetz ist, wie man vermutet, das erste in einer ganzen Reihe von Richtlinien, die die Bestimmungen des Verbots von „LGBTI*-Propaganda“ explizit ausformulieren sollen. Das neue Gesetz soll ungarische Kinder davor „beschützen“, mit LGBTI* in Kontakt zu kommen (SCHWULISSIMO berichtete). Wegen des Gesetzes hat die EU-Kommission nun endlich rechtliche Schritte gegen Ungarn (und Polen) eingeleitet (SCHWULISSIMO berichtete).

Bereits vor der neuen Regelung wurde der Verleger von „Das Wunderland ist für alle da“ laut Reuters dazu verpflichtet, seine Kinderbücher mit Warnhinweisen zu versehen. Eine Buchhandlung musste laut dem Guardian Anfang Juli 250.000 Forint (etwa 705 Euro) Strafe zahlen, weil sie ihre Kunden damit „in die Irre führte“, dass sie das Märchenbuch ohne sichtbare Warnungen zusammen mit anderen Kinderbüchern anbot. Der schwule Lektor des Buches, Boldizsar Nagy, bekam nach dem Propaganda-Verbot Todesdrohungen und kündigte gegenüber Reuters an, sein Heimatland gemeinsam mit seinem Partner verlassen zu wollen. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Sorge um Perez Hilton

Selbstverletzung während Livestream

US-Blogger Perez Hilton hat sich in einem Livestream in offenbar suizidaler Absicht mit einem Messer selbst verletzt. Aktuell ist er in einer Klinik.
Rob Jetten trifft Joe Locke

Meeting beim World Pride

Der niederländische Premierminister Rob Jetten hat Heartstopper-Star Joe Locke getroffen und kündigte Millionenhilfen für mehr LGBTIQ+-Sicherheit an.
Gedenkstätte nach CSD-Anschlag

Berlin schafft Ort des Erinnerns

Mit einem Gedenkbaum und einer Regenbogenbank will Berlin künftig dauerhaft an die Opfer des CSD-Anschlags vom 25. Juli erinnern.
Queeres Paar angegriffen

Pfefferspray-Attacke in München

Nach einer queerfeindlichen Attacke in München rücken steigende Fallzahlen und Warnungen vor zunehmender Gewalt gegen LGBTIQ+-Menschen in den Fokus.
Besondere Freundschaft

Stefano Belotti und Matteo Santoro

Die beiden Wasserspringer Stefano Belotti und Matteo Santoro gewannen jetzt EM-Bronze und sind inwischen Lieblinge der schwulen Community Italiens.
Sexy Doppelgänger

Timothée Chalamets Zwilling?

OnlyFans-Creator Eddie Veyro führt seinen Erfolg auf seine Ähnlichkeit mit Timothée Chalamet zurück – der Schauspieler soll darüber wenig erfreut sein
Heated Rivalry 2

Großer Andrang am Set

Wegen des großen Faninteresses an Staffel 2 von „Heated Rivalry“ hat Showrunner Jacob Tierney jetzt um Rücksicht auf Cast und Crew gebeten.
Geldstrafe für George Santos

Illegaler Insider-Wetthandel

Der schwule Ex-US-Abgeordneter George Santos sorgt für neue Schlagzeilen und muss nach einer illegalen Online-Wette mehr als 35.000 Dollar zahlen.
Streit um Gay-Schulclub

Klage gegen US-Schulbehörde

Eltern betroffener Kinder haben Klage gegen eine Schulbehörde in Virgina eingereicht, die unbedingt einen homosexuellen Schulclub verhindern will.