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Mehr Homosexualität in Büchern // © svetikd
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Mehr Homosexualität in Büchern LGBTI*-Bücher unterstützen immer mehr die Schwulen-Szene

tr - 02.05.2021 - 10:00 Uhr

Gibt es LGBT*-Romane? Diese Frage stellt man sich mit Bedacht und kann sie im gleichen Atemzug mit einem deutlichen „Ja“ beantworten. Die Literaturszene hat bereits seit vielen Jahren erkannt, dass es nicht nur für Heterosexuelle einen großen Markt zu geben scheint, sondern auch für homosexuelle Leser. Dabei spielt vor allem das Coming-out in vielen Büchern eine enorme Rolle. Die LGBTI*-Community bekommt damit immer mehr Zuspruch und gewinnt an Bedeutung. Die Leserschaft setzt bei der Auswahl ihrer liebsten Literaturbände neben reinen Romanen, zusätzlich auf Sachbuchliteratur. Diese kommt zum Tragen und wird in die Warenkörbe verlegt. Fraglich ist, welche Buchwerke gelesen werden sollten.

Growing up gay und weitere Romanausgaben

Das Gay-Genre hat sich explizit erst im 20. Jahrhundert in der Literatur einfinden können, obwohl Vermutungen zulassen, dass es diese Form der Unterhaltung schon bei den Römern gab. Unterdrückung und die Diskriminierung der LGBTI*-Community werden in vielen Büchern thematisiert. Neben diesem Aspekt setzten sich eine Menge Geschichten mit ernsten Themen wie Mobbing, Gewalt, Aids und Selbstzweifeln auseinander. Ein beliebtes Themengebiet in der Queer-Literatur ist das Coming-out. Zu den Bestsellern in diesem Bereich gehört „Call Me By Your Name" von André Aciman. Im Roman verliebt sich der 17-jährige Eliot in den 24 Jahre alten Oliver.

Aber nicht jeder Roman befasst sich mit der großen Liebe, sondern es werden außerdem ernstere Herausforderungen beschrieben. Das Literaturwerk "House of Impossible Beauties" entführt seine Leser in die 80er und zeigt das schwierige Leben der Trans-Protagonisten. Es gibt viele Möglichkeiten, seine Lust nach Drama zu erfüllen.

 

LGBTI*-Sachbücher – welche kann man empfehlen

LGBTI*-Sachbücher sind ein weiterer Schwerpunkt, den man im Buchbereich nicht Außeracht lassen sollte. Während die klassischen Dramen und Liebesgeschichten zwar ebenfalls eine lehrende Botschaft vermitteln, kann die Sachbuchliteratur zahlreiche Fragen intensiver beantworten. Empfehlenswert sind in diesem Segment einige Titel, die vor allem auf das Thema Outing bezogen sind. Aber auch Selbstwert und Selbstliebe sind im Bücherregal zu finden. Besonders ansprechend ist das Manuskript von Hajo Schumacher. Der Autor schrieb den Titel „Männerspagat“ und möchte mit seinen Zeilen auf die Offenheit und den Respekt plädieren, die alten Rollen der Männerschaft zu überwinden. Das Taschenbuch „Coming Out: Die Geschichte eines halben Lebens“ spricht ebenfalls für sich. Wer es etwas historischer mag und mehr über die Geschichte der Homosexualität in Deutschland erfahren möchte, der kann unter anderem das Werk „Das andere Berlin: Die Erfindung der Homosexualität: Eine deutsche Geschichte 1867-1933“ lesen. Um mit seinen eigenen Gefühlen und Gedanken umgehen zu können, darf ein Sachbuch aus den Bereichen Selbstliebe, Selbstakzeptanz oder Selbstwert sicherlich im Bücherregal zu finden sein. Diese gebundenen Auflagen sind zwar nicht speziell für die homosexuelle Bereicherung gedacht, jedoch können sie viel bewirken. Wichtig bleibt zu sagen, dass durch die Literaturauswahl das Verständnis zur homosexuellen Community wächst und immer mehr Gleichberechtigung zu erwarten ist.

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