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Shlomo Amar hetzt gegen die queere Community
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ehemaliger Oberrabbiner Shlomo Amar hetzt gegen die queere Community

km - 08.06.2021 - 16:30 Uhr

Schon öfter gab es Geistliche, die sich gegen die LGBTI* Community auflehnten, mit Falschaussagen um sich warfen und beleidigend wurden. Zuletzt sogar im Zusammenhang mit Corona und den dazugehörigen Impfstoff (SCHWULISSIMO berichtete).
Und nun hat der ehemalige Oberrabbiner Shlomo Amar in einer Predigt die queere Community angegriffen, indem er die Jerusalem Pride Parade mit etwa 7500 Menschen als „Abscheulichkeit“ bezeichnet hat.

Er führte fort: „Sie haben die Abscheu-Parade gemacht, auf die sie angeblich stolz sind. Nicht einmal wilde Tiere verhalten sich auf diese Weise. Wir haben diese Schande erreicht, diese Entwürdigung, diese Korruption, dass es Leute gibt, die sich religiös nennen, die eine Kippa tragen", fügte er über die Teilnehmer des Marsches hinzu.“

Der Geschäftsführer der gemeinnützigen LGBTI*-Organisation „Jerusalem Open House“, Alon Shachar reagiert frustriert über die regelmäßigen Hassausbrüche des verbitterten 72-Jährigen: „Der Jerusalemer Oberrabbiner Amar hat sich dafür entschieden, gegen die LGBTI*-Gemeinschaft zu hetzen und sie zu erniedrigen, anstatt eine Botschaft der Toleranz und Inklusion zu senden. Die Abscheulichkeit hier ist nicht die Parade, sondern die Verstocktheit und die unterdrückerischen Positionen, die Amar zum Ausdruck bringt."

Er fügte hinzu, dass es "keinen Platz im öffentlichen Leben Israels für einen Oberrabbiner gibt, der diese Ansichten vertritt. Noch weniger für einen, dessen Job von den Steuerzahlern finanziert wird. Wenn sich nur spirituelle Führer wie Rabbi Amar dafür einsetzen würden, Menschen mit Liebe zusammenzubringen, anstatt sie mit Hass aufzuhetzen", sagte er.

Amar hat eine lange Erfolgsbilanz von stacheligen Kommentaren und Predigten gegen LGBT+ Menschen. Während einer seiner wöchentlichen Predigten sagte er Menschen, die geschlechtsneutrale öffentliche Einrichtungen in heiligen Stätten wollen, sind schlimmer als Holocaust-Leugner und nannte sie "böse" Menschen. Und das von jemandem, der die Liebe selbst in ihrer wunderschönen Diversität leugnet.

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