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Der Garten für Städter // © TG23
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Der Garten für Städter Ein Hoch auf das Hochbeet

kk - 08.05.2021 - 09:00 Uhr

Begrünte und beblumte Balkone erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, doch auch Hochbeete erobern diesen Raum inzwischen, denn man kann diese fast überall anlegen: Wie man sein eigenes Balkon-Beet anlegt, verraten wir hier!

Welche Eigenschaften hat mein Balkon?

Als erstes sollte man die Tragfähigkeit seines Balkons überprüfen: Man kann das Hochbeet nämlich bodennah oder auf Füßen anlegen, wobei letzteres zu empfehlen ist. Dazu muss man vorab jedoch klären, wie schwer das Beet letztendlich wird und wie viel der eigene Balkon tragen kann.

Warum überhaupt ein Hochbeet anlegen?

Auch auf dem Balkon hat man damit gesundes und frisches Gemüse, das garantiert besser schmeckt als das aus dem Supermarkt. Denn das verrottende organische Material im Hochbeet setzt Wärme frei, die den Gemüsepflanzen sehr zugute kommt und die Ernte-Erträge sind meist sogar höher als im Blumenkasten. Bis in den Winter hinein kann man so sein eigenes Gemüse kultivieren und so beispielsweise noch im Januar eigenen Kohlrabi ernten. Darüber hinaus ist ein üppig bepflanztes Hochbeet auch ein Augenschmaus und dekoratives Element auf Balkonien, das zur hübschen Raumaufgliederung beiträgt und damit neue Räume schafft.

Warum ein Tischhochbeet besser ist?

Ein Hochbeet auf Füßen hat diverse Vorteile: Erstens spart es Platz, denn man kann darunter so einiges verstauen und ist somit ideal für kleine Balkone. Zweitens wiegt ein Tischhochbeet nicht so viel, so dass die Balkonplatte nicht besonders belastet wird. Zudem kann man drittens Gärtnern ohne sich ständig bücken zu müssen – unser leidgeplagter Städterrücken wird es uns danken! Und zuletzt kann man ein solches Hochbeet auch ganz einfach mit Holz, Akkuschrauber & Co. selbst bauen. Anleitungen dazu gibt es im Internet genügend, beispielsweise hier: selbst.de/hochbeet-bauanleitung. Man kann aber natürlich auch ein Hochbeet kaufen, diese gibt es in Holz, Stein oder Kunststoff.
 

Gemüse Hochbeet // © TG23

Wie gestalte ich das Hochbeet richtig?

Die richtige Befüllung ist das Geheimnis eines tollen Hochbeetes: Also nicht einfach Erde reinschütten, sondern mit dem Beschichten beginnen. Ein Hochbeet besteht nämlich immer aus mehreren Schichten, normalerweise sind es fünf, die von unten nach oben hin so aufgebaut werden:

  1. Tonscherben, große Kieselsteine und Gehölzschnitt als Drainageschicht
  2. Erde
  3. Grünschnitt/Laub
  4. Stallmist/Kompost
  5. gesiebter Kompost oder Blumen-/Muttererde

Wie bepflanze ich das Hochbeet richtig?
Hat man die richtige Beschichtung hinter sich gebracht, beginnt endlich die Einpflanzung: Dabei ist zu beachten, dass das Beet mit reichhaltigem Kompost befüllt ist, damit die Pflanzen auch genügend Nährstoffe bekommen. Deshalb sollte man im ersten Jahr starkzehrende Gewächse einpflanzen, im Folgejahr Mittelzehrer und im Jahr darauf die Schwachzehrer. Doch was ist was?

Starkzehrer sind unter anderem Blumenkohl, Brokkoli, Zucchini, Gurken, Kartoffeln, Melonen, Tomaten oder Kürbis.

Mittelzehrer finden sich beispielsweise bei diesen Gewächsen: Fenchel, Knoblauch, Paprika, Soinat, Möhren, Zwiebeln oder Mangold.

Schwachzehrer sind schließlich zum Beispiel Rucola, Radieschen, Feldsalat, Erbsen, Buschbohnen oder diverse Kräuter.

Will man lieber ein Blumenhochbeet haben, ist auch diese Reihenfolge von Starkzehrer über Mittelzehrer hin zu Schwachzehrer wichtig: Im ersten Jahr sind zum Beispiel Sonnenblumen, Geranien oder Tulpen empfehlenswert. Im zweiten dann Löwenmäulchen, Dahlien oder Gloxinien und im dritten nährstoffärmeren Jahr kann man dann beispielsweise Primeln, Begonien oder Azaleen pflanzen.

Wie kombiniere ich die Pflanzen richtig?
Damit man einen tollen Mix aus Gemüse und Kräuter hinbekommt, ist die richtige Mischung wichtig, denn wie bei den Menschen verträgt sich auch hier nicht jeder mit jedem: Schöne Kombinationen und gute Harmonien sind zum Beispiel Kartoffeln und Spinat. Die Rote Beete freut sich über Nachbarn wie Dill oder Zwiebeln. Und die Petersilie ist beispielsweise ein guter Freund von Radieschen und Tomaten.

Ein Hochbeet zu bepflanzen erfordert also einen Plan und Voraussicht: Doch dann kann man sich mit einer reichen und schmackhaften Ernte belohnen – sogar in der Stadt!

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