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Einfach fort? Oder weiter Bildung?

nb - 26.02.2020 - 13:06 Uhr

Normalität – das Wort steht für ein statistisches Maß, eine Regel bzw. Richtschnur. Für viele LGBTI* ist das Wort jedoch negativ besetzt. Normalität bedeutet für sie, dass sie von der heterosexuellen Gesellschaft landläufig als davon abweichend bezeichnet werden. Ein Mensch gilt als normal, wenn sein Verhalten dem der Mehrheit entspricht. LGBTI* sind zahlenmäßig in der Minderheit. Die negativen Konsequenzen daraus sind bis heute noch nicht beseitigt. Es ist also abzulehnen, das Wort Normalität für Ausgrenzungen zu benutzen.

Normalität kann jedoch auch positive Assoziationen mit sich bringen. Dann zum Beispiel, wenn das Leben in bestimmten Bereichen des Lebens abgesichert ist. Eine Absicherung zum Beispiel durch einen festen Arbeitsplatz. Dort sein Leben zuzubringen, finanziell abgesichert zu sein und sich in einem sozialen Verband zu fühlen, gehört dann zur Normalität des Lebens und ist folglich etwas Positives.

Was müsste zu einer solchen Normalität aber idealerweise hinzugehören? Eigentlich gerechterweise, das alle Menschen einen Arbeitsplatz haben, um sich ihr Leben finanzieren zu können. Normalität ist das jedoch leider nicht.

Und manche haben zwar Arbeit, sind aber darin nicht zufrieden. Unzufriedenheit im Job kann häufiger vorhanden sein, als man es glauben mag. Unzufriedenheit muss man jedoch nicht zwangsläufig als Normalität im eigenen Leben hinnehmen.

Wer sich beispielsweise unterfordert fühlt, wer sich langweilt mit dem, was er täglich tun muss, ist unzufrieden. Wer mehr verdienen möchte oder wer sich beruflich neu orientieren will spürt, dass Veränderungen eintreten sollten.

Veränderungen sollen sein – aber wie?

Wissen schafft Möglichkeiten dafür.

Die Wege dahin, bieten Fort- und Weiterbildungen.

Worin liegt der Unterschied?

Was sollte man wählen? Ziele und Zwecke, welche damit verfolgt werden, bilden die Entscheidungsgrundlage.

Fortbildungen
 

Eine Fortbildung ist die konkrete Weiterqualifizierung, welche sich auf den derzeit ausgeübten Job bezieht. Weiterführende Fähigkeiten und Fertigkeiten, die für die Ausübung neuer, bevorstehender Aufgaben des Jobs ausgerichtet sind, sind das Ziel.
Beispiel:  Ein beruflicher Aufstieg, der weiteres neues Können und Kenntnisse erfordert, kann ein Grund für eine Fortbildung sein.

Verschiedene Begrifflichkeiten sollten bei einer Fortbildung beachtet werden:
 

  • Die Erhaltungsfortbildung frischt bereits vorhandenes Wissen lediglich auf. Ziel ist beispielsweise eine gewohnte Qualität weiterhin zu garantieren.
  • Die Anpassungsfortbildung passt den aktuellen technischen Wissensstand technischer Neuerungen an das vorhandene Wissen an. Ziel ist, die Neuerungen im vorhandenen Beruf künftig zu beherrschen.
  • Die Erweiterungsfortbildung optimiert bereits vorhandene Qualifikationen durch zusätzliche Lerninhalte. Ziel ist, eine höhere Verantwortung übernehmen zu können und/oder mehr Gehalt zu bekommen.
  • Die Aufstiegsfortbildung kann mit oder ohne Abschluss absolviert werden. Für ein erfolgreiches Abschließen ist jedoch eine Abschlussprüfung notwendig. Ziel kann beispielsweise eine Qualifizierung zum Fachwirt, Meister oder Techniker sein.

Finanzierung
Die Kosten für die Fortbildung werden in der Regel vom Arbeitgeber übernommen, wenn er ein Interesse an dem Erwerb z. B. von Zusatzqualifikationen hat. Teilweise ist auch eine staatliche Förderung möglich. Ansprechpartner für Fragen der Finanzierung ist das Jobcenter oder die Agentur für Arbeit.

Weiterbildungen
 

  • Eine Weiterbildung muss nicht in Bezug zum bestehenden Job stehen. Mehr Wissen und Know How in selbst gewählten Themenbereichen kann das eigene Qualifikationsprofil ausbauen, muss es aber nicht. Mit einer Weiterbildung wird kein konkretes betriebliches Ziel verfolgt. Die Weiterbildung kann, aber muss deshalb nicht vom Arbeitgeber übernommen werden.
    Beispiel: Eine Weiterbildung in einer Fremdsprache wie z. B. spanisch, was nicht unbedingt für die berufliche Tätigkeit erforderlich ist, kann Fähigkeiten vermitteln, die zwar nützlich sein könnten, aber nicht müssen. Für den nächsten Urlaub in Spanien kann das hilfreich sein. Jedoch nur privat, wenn Spanien im beruflichen Kontext keine Rolle spielt.

Weiterbildungen sind immer nützlich
Für eine berufliche Qualifizierung kann eine Weiterbildung sehr hilfreich sein. Wer beispielsweise einen bestimmten Abschluss erwerben möchte oder sich umschulen will, weil eine berufliche Neuorientierung gewünscht ist, nutzt dazu eine Weiterbildung. Besteht eine Vorbildung in einem bestimmten Bereich, kann diese vertieft oder auf den neuesten Wissensstand gebracht werden.
Ein Zertifikat oder ein ähnlicher Abschluss, bestätigt nach erfolgreicher Durchführung die Teilnahme an der Qualifikation.
 

Finanzielle Unterstützungen
Für Weiterbildungsmöglichkeiten wie zum Beispiel Fernstudienlehrgänge, Umschulungen oder Business-Sprachkurse kann häufig finanzielle Unterstützung des Staates in Anspruch genommen werden. Wie bei der Fortbildung sind auch hier die Ansprechpartner für diesbezügliche Fragen das Jobcenter oder die Agentur für Arbeit.

Warum überhaupt Neues lernen?

Wissen verändert sich. Täglich, stündlich, minütlich. Forschungen lassen Erkenntnisse wachsen, Erfindungen verändern unseren Alltag und das Berufsleben. Soziale Medien ermöglichen Kommunikations- und Kenntnisentwicklungen, die durch zunehmende Lebenszeiten des Menschen eine fortwährende Anpassung und Vervollkommnung des Wissens erfordern.

Was in der Schulzeit gelernt wurde, ist bereits veraltet. Das Wissen von heute kann morgen schon nicht mehr aktuell sein. Es gibt keine Altersgrenze, um berufliche Kompetenz unablässig in Form von Weiterbildungen zu stärken. Es ist gleichgültig, auf welchen Bildungsstand der jeweilige Mensch sich befindet.

Körperliche und emotionale Gesundheit durch Weiterbildung

Weiterbildung ist die Lösungen für das Erreichen höherer Ziele. Sind Defizite des Könnens und Wissens vorhanden, kann Lernen diese Wissenslücken schließen.

Positive Nebenwirkungen sind darüber hinaus auch zu erwarten. Wissenschaftler sind davon fest überzeugt, dass durch Bildung Krankheiten wie Alzheimer entgegen gewirkt werden kann. Die Stimulierung des Hirns durch geistige Arbeit mindert die Intensität dieses Leidens. Im Hinblick auf die körperliche Gesundheit geistig aktiver Menschen wurde nachgewiesen, dass wissbegierige Menschen im Beruf deutlich weniger Fehlzeiten aufweisen und ihr Leben aktiver gestalten. Nicht zuletzt das eigene Selbstwertgefühl lässt sich damit steigern.

Jeder Mensch ist für seinen geistigen Horizont selbst verantwortlich. Wer sich bemüht, sein Können und seine Kenntnisse stets aktuell auf dem Laufenden zu halten genießt in dem Zusammenhang den Anschluss an das soziale Leben und die Gemeinschaft der Gesellschaft. Nicht zuletzt das sorgt für körperliche und emotionale Gesundheit. Und die sollte doch eigentlich Normalität sein in unserer aller Leben.

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