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Nachhaltiges Shoppen // © Maridav
Rubrik

Heute trägt man Verantwortung Nachhaltiges Shoppen beim Thema Kleidung

kk - 06.03.2021 - 10:00 Uhr

Dass Fast Food nicht gut für uns oder unser Klima ist, hat sich bereits herumgesprochen und bei Fast Fashion verhält es sich nicht anders: Auch hier ist billig hergestellte und schnell konsumierbare Kleidung weder gut für den Menschen noch für die Umwelt. Diese Kleidung ist oft mit Chemikalien oder Pestiziden belastet, die nicht nur unsere Gesundheit gefährden, sondern auch die Natur. Im globalen Textilmarkt lautet das Motto jedoch leider „immer mehr“, „immer schneller“, „immer billiger“, so dass diese Entwicklungen null nachhaltig sind. Das Thema Mode sollte also eher das Label „Sustainable oder Fair Fashion“ tragen und damit Mitverantwortung. Aber auch uns Verbrauchern steht Verantwortung sehr gut und hier kommen fünf Tipps, wie man dazu beitragen kann:

Auf Gütesiegel achten:
Seit einiger Zeit gibt es den „Grünen Knopf“, mit der die Bundesregierung Textilien wie Kleidung, aber auch Bettwäsche, auszeichnet, die nach nachhaltigen und anspruchsvollen Umwelt- und Sozialstandards produziert wurden. Einen guten Überblick zu guten wie glaubwürdigen Gütesiegeln liefert zudem das Internetportal „Siegelklarheit“ und dessen App. Diese Siegel stehen auch für faire Produktionsbedingungen, von der die NäherInnen auch leben können. So entstehen keine wirklichen Fashion Victims mehr, weder in Sachen Gesundheit, noch Arbeit, noch Umwelt.

Qualität statt Qualität:
Der Spruch „Weniger ist mehr“ gilt auch in Sachen Kleidung, denn zeitlos schöne und hochwertige Hosen, Kleider oder Jacken kann man über Jahre hinweg tragen, ohne dass sie unmodern werden. Die hohe Qualität sorgt hier für Langlebigkeit und die clever gewählten Stücke für persönlichen unverwechselbaren Stil. Studien zufolge kann übrigens ein Kleidungsstück, dessen Leben um neun Monate verlängert wird, seinen umweltschädlichen Einfluss schon um 20 bis 30 Prozent verringern. Am besten man achtet beispielsweise auf Kleidung aus Bio-Baumwolle, erkennbar ebenfalls an überprüften Siegeln wie GOTS oder FairTrade Certified Cotton.

Auf zum Upcyceln:
Auch bei hoher Qualität kann es mal zu einem Fleck oder Riss im Lieblingskleidungsstück kommen: Die örtliche Schneiderei kann hier meist weiterhelfen und wenn nichts mehr zu reparieren ist, hilft oft Kreativität, denn der gute Stoff kann oft auch anderweitig verwendet werden. Zum Themenfeld gehört hier natürlich auch Second-Hand-Kleidung, die nicht nur nachhaltig ist, sondern zudem auch etwas Besonderes unter all der Massenware von den großen Kleidungsketten, mit denen alle ja doch irgendwie gleich aussehen. Beim nächsten Flohmarkt-Besuch finden wir so vielleicht ein einzigartiges Vintage-Teil oder man organisiert so genannte Tauschpartys, bei denen man nicht nur Spaß, sondern auch ein gutes Gewissen hat.
 

Aussortieren // © nito100

Aussortieren und ausmisten:
Natürlich braucht jeder aber auch hin und wieder neue Kleidung, so dass oft ein jährliches Aussortieren und Ausmisten ansteht: Doch oft landen dabei noch gut tragbare Sachen im Müll, dabei gehören diese in die Altkleidersammlung. Am besten man bringt die Stücke in eine Kleidersammlung, die keinen eigenwirtschaftlichen Zweck verfolgen und ökologische wie soziale Kriterien für die Vermarktung und Sortierung aufweisen. Zu erkennen sind diese an dem Siegel „FairWertung“. Mit diesem Recycling wird der Kreislauf erhalten und gut erhaltene Kleidung eben nicht weggeworfen, sondern weitergegeb.

Outdoor-Kleidung für die Natur – aber bitte ohne Chemikalien!
Gute wetterfeste Kleidung für draußen benötigt chemische Stoffe zur Herstellung: Doch auch Outdoor-Kleidung muss nicht mit giftigen Chemikalien behandelt worden sein, weshalb man hier unbedingt auf PFC-freie Produkte achten sollte. Sollte man hierzu keine Angaben finden, kann man die Kleidungsstücke mit der App „Scan4Chem“, die vom Umweltbundesamt zur Verfügung gestellt wurde, auf besonders giftige Stoffe hin „scannen“.

Nachhaltige Mode erkennt man also an folgenden Kriterien:

  • Materialen aus biologischem Anbau
  • Kein Einsatz giftiger Chemikalien
  • Niedriger Ressourcenverbrauch z. B. bei Wasser und Energie
  • Faire Arbeitsbedingungen: Keine Kinderarbeit, soziale Absicherungen, faire Löhne, angemessene Arbeitszeiten sowie Arbeitsschutz im Allgemeinen.
  • Diverse Gütesiegel als Nachweis

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