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Gender-Verbot in Thüringen
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Gender-Verbot in Thüringen Behörden und Schulen sollen nicht gendern müssen

ms - 11.11.2022 - 12:00 Uhr
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Die Mehrheit der Abgeordneten im Thüringer Landtag hat sich jetzt gegen die Einführung der Gender-Sprache ausgesprochen. Eingebracht worden war der Antrag von der oppositionellen CDU, mit Stimmen der AfD erreichte der Gesetzestext die erforderliche Mehrheit. Mit 38 von 74 Stimmen votierten die Parlamentarier für ein Verbot der Gender-Sprache in der öffentlichen Kommunikation. Damit wurde die rot-rot-grüne Minderheitskoalition in der Regierung überstimmt, die sich mehrfach für die Einführung der Gender-Sprache ausgesprochen hatte. Das Verbot gilt für alle staatlichen Einrichtungen und Behörden sowie in Schulen.

Die Mehrheit will nicht gendern

Zuletzt hatte die Koalition aus Grünen, SPD und Linke versucht, mit einer “Selbstverpflichtung zu einer respektvollen Kommunikation“ die CDU-Kollegen zu einem Einlenken zu bewegen. Offensichtlich vergebens. Begründet wurde der Antrag mit dem Titel “Gendern? Nein Danke! Regeln der deutschen Sprache einhalten - keine politisch motivierte Verfremdung der Sprache!“ von Seiten der CDU wie folgt: Eine deutliche Mehrheit von rund 70 Prozent der Deutschen lehnt nach verschiedenen Umfragen die Gender-Sprache weiterhin ab.

Zudem sei die Verwendung der Gendersprache ein  „Ausdruck einer ideologischen Auffassung, die das biologische Geschlechtersystem von Männern und Frauen infrage stellt.“ Während queere Aktivisten in der Gender-Sprache eine Sichtbarkeit von nicht-binären Menschen sehen, werfen Kritiker dem Gendern nebst einer, in sich unlogischen Anwendung der deutschen Sprache gerade auch eine sexistische Zuspitzung vor. Anstatt eine Trennung von Sexus und Genus vorzunehmen, werde so explizit auf das Geschlecht hingewiesen.

Veränderungen nur mit Mehrheit der Gesellschaft

Die CDU stellte in ihrem verabschiedeten Gesetz auch fest: „Veränderungen der Sprache setzen sich dann durch, wenn sie von der überwiegenden Mehrheit der Sprechenden allgemein verstanden und akzeptiert werden. Davon kann angesichts der fehlenden Akzeptanz der Gendersprache in der Bevölkerung jedoch keine Rede sein.“

Des Weiteren erklärte die Partei allerdings auch: „Alle Menschen sollen sensibel entsprechend ihrem Geschlecht angesprochen werden. Hierbei handelt es sich um eine gesellschaftliche und gesellschaftspolitische Aufgabe, die nicht durch verordnete und in der Bevölkerung nicht akzeptierte Abweichungen von orthographischen Regeln erzwungen werden kann.“ Kritik kam von Seiten der Linken, der Abgeordnete Christian Schaft warf der CDU vor, einen rechten Kulturkampf im Stil der AfD zu betreiben.

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