Direkt zum Inhalt
Gendern in der Schweiz

Gendern in der Schweiz Schweizer halten es für unwichtig

ms - 24.05.2023 - 12:00 Uhr
Loading audio player...

Die Debatten rund um die Gendersprache flammen in diesen Tagen nicht nur in Deutschland wie zuletzt direkt in Berlin wieder auf, sondern auch in der Schweiz. Eine neue Umfrage vom März dieses Jahres unter rund 31.000 Einwohnern belegt nun, dass die Eidgenossen nichts von der Gender-Sprache halten – und das in einer Deutlichkeit, die die Ablehnung in Deutschland noch in den Schatten stellt.  

Genderstern? Nein Danke!

Im Auftrag des TV-Magazins „20 Minuten“ entstand in Zusammenarbeit mit Tamedia die landesweite repräsentative Befragung. Das Ergebnis: Nur fünf Prozent der Schweizer nutzen den Genderstern, 76 Prozent finden die Debatten rund um das Gendern für nicht wichtig. Der Großteil (68 %) lehnt die Gender-Sprache direkt ab und zwar sowohl in der Öffentlichkeit, wie in der Arbeitswelt als auch im privaten Alltag (hier sogar 75 %). Gerade einmal für nur 18 Prozent der Schweizer ist so auch die Begründung für Gender-Sprache, die Gleichstellung der Geschlechter, eines der drängendsten Probleme im Land.

Auch junge Schweizer lehnen Gender-Sprache ab

Ähnlich wie in Deutschland zieht sich die Ablehnung der Gender-Sprache, deren Befürworter damit auch queere Menschen in den Sprachgebrauch inkludieren wollen, auch in der Schweiz durch alle Altersgruppen hindurch, wenngleich auch mit zunehmendem Alter die Ablehnung noch weiter ansteigt. Doch selbst bei den 18- bis 34-Jährigen halten noch 70 Prozent die Gender-Sprache für unwichtig. Erstaunlicherweise lehnt selbst knapp die Hälfte der Mitglieder von links-grünen Parteien in der Schweiz (SP, Grüne) die Gender-Sprache ab. Gänzlich abgeschlagen ist in der Schweiz auch die Verwendung von Einschüben wie dem Doppelpunkt, das Binnen-I oder dem Genderstern. Und ebenso einig sind sich die Eidgenossen (89 %) auch darin, dass die Gender-Sprache gerade an den Schulen und Universitäten keine Rolle spielen darf.      

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Entschädigung von Veteranen

Klage von schwulen GB-Streitkräften

Die britische Verteidigungsministerium verweigert 40 schwulen Veteranen die beschlossenen Entschädigungszahlungen; dagegen wurde nun Klage eingereicht
Dildos Gegen ICE

Besonderer Protest in den USA

Besonderer Protest in den USA: In mehreren Bundesstaaten werden die Fahrzeuge der Einwanderungsbehörde derzeit mit Dildos beworfen.
Appell von FIFA-Direktor

Dialog mit homophoben Staaten

Der schwule FIFA-Mediendirektor Bryan Swanson verteidigte jetzt die Zusammenarbeit mit homophoben Staaten, in denen Schwule kriminalisiert werden.
Ausschluss vom US-Militär

Bittere Niederlage für HIV-Positive

Ein US-Berufungsgericht hat nun bestätigt: Menschen mit HIV dürfen vom US-Militär ausgeschlossen werden. "Irrationaler Rückschritt" sagen die Kritiker
Frauen-Eishockey-Finale

USA gewinnt vor Kanada Gold

Das US-Team hat beim Eishockey-Finale der Frauen olympisches Gold gewonnen. Rekord für die Community: Neun LGBTIQ+-Spielerinnen waren dabei.
Mahnmal soll errichtet werden

Finanzierung durch Spende und Stadt

Der legendäre Pulse-Nachtclub in Orlando, einst Schauplatz des schwersten Angriffs auf LGBTIQ+-Menschen in den USA, wird im März 2026abgerissen.
Ausstellung im Smithsonian

LGBTIQ+-Künstler aus Afrika

Ausstellung mit Statement: In den USA ist im weltberühmten Smithsonian National Museum erstmals eine Ausstellung queerer Künstler aus Afrika zu sehen.
London LGBTIQ+ Film Festival

31 Weltpremieren aus 47 Ländern

Das London LGBTIQ+ Film Festival feiert im März das 40. Jubiläum und wartet mit 31 Weltpremieren auf sowie einen Ausblick auf den Heartstopper-Film.