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Energie durch Fasten
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Boom Energie durch Fasten

kk - 17.12.2022 - 17:00 Uhr

Fasten gilt als gute Methode mehr Energie zu tanken, aber auch Anti-Aging für die Zellen zu betreiben: Fasten hat inzwischen einen regelreichten Boom ausgelöst, manche schwören auf das Heilfasten, andere sind vom Intervallfasten begeistert. Was macht diese so genannte „Reinigung von Innen“ also mit unserem Körper und Kopf – und vor allem, was bringt sie?

Was ist Fasten?

Fasten ist nicht gleichzusetzen mit einer Diät, um unerwünschte Fettpolster zum Schmelzen zu bringen. Wer fastet, setzt sich bewusst mit seinem Körper und seiner Gesundheit auseinander. Doch nicht jede Fastenmethode hält, was sie propagiert, bei manchen Methoden droht gar ein Nährstoffmangel. Beim Fasten passiert folgendes in unserem Köper: Während der Energiebedarf im Normalfall aus der Nahrung bezogen wird, schaltet unser Körper nach ca. 12 bis 16 Stunden ohne Nahrungszufuhr um auf den Hungerstoffwechsel. Damit verstärkt er dann das Selbstreinigungs-Programm deiner Zellen – die so genannte Autophagie: Defekte Zellbestandteile und Fettreserven sorgen nun dafür, dass der Organismus ausreichend Energie erhält – der Körper regeneriert sich.

Wie funktioniert das Fasten?

Viele Menschen halten Fasten immer noch für den kompletten Verzicht auf feste Kost. So einfach ist es aber nicht, denn es gibt unzählige Varianten, die jeweils andere Schwerpunkte im Fastenprozess setzen: Mal ernährt man sich nur von Semmeln mit Milch, mal ausschließlich von Gemüse oder Säften. Nicht jede dieser Methoden ist empfehlenswert oder gesund. Damit bei der Vielzahl der ganzen Angebote ein Überblick behalten werden kann, hier nun die gängigsten Fastenarten zusammengefasst. Als Einstieg in eine gesundheitsbewusste Lebensweise eignet sich dabei vor allem das wissenschaftlich bereits gut erforschte Heilfasten.

Die bekanntesten Fastenmethoden im Überblick:

Das Heilfasten:    

  • Dieses Konzept wird auch Heilfasten nach Buchinger genannt und ist eigentliche in stationäres Konzept unter ärztlicher Anleitung
  • Es eignet sich zur Prävention aber auch zur Therapie bei bestimmten Krankheiten wie z.B. chronischen Entzündungen
  • Erlaubt sind bei dieser Methode Säfte aus Obst oder Gemüse, Brühen, Wasser, Kräutertees und etwas Honig
  • Man beginnt das Heilfasten normalerweise mit einer Darmreinigung
  • Die Dauer beträgt etwa ein bis vier Wochen

Das Suppenfasten:

  • Dreimal täglich ist man hierbei eine warme Suppe: Morgens eine Haferflockensuppe, mittags und abends jeweils eine Gemüsesupp
  • Um die Muskelkraft zu erhalten, trinkt man zudem viel und bewegt sich ausreichend
  • Die Dauer beträgt etwa eine Woche
  • Kritikpunkt an dieser Methode: Man nimmt zu wenig Eiweiß zu sich, die für den Erhalt der Muskelmasse wichtig ist.

Das Intervallfasten:

  • Diese Methode ist sogar als Dauerernährungsmethode geeignet und lässt sich gut in den Alltag integrieren.
  • Dabei verzichtet man für einen gewissen Zeitraum pro Tag gänzlich auf Nahrung oder nimmt alternativ nur ein Viertel der gewohnten Kalorienzufuhr an zwei festen Tagen pro Woche zu sich.
  • Damit hat man zwei Methoden zur Verfügung: 5:2 (das heißt 5 Tage pro Woche normal, 2 Tage kalorienreduziert) oder 16:8 (täglich 16 Stunden Essenspause)
  • Kritikpunkt an dieser Methode: Eine ausgewogene und gesunde Ernährung kann dabei vernachlässigt werden.

Die Entgiftungsmethoden:

  • Die Detox-Methoden zielen darauf ab, Umweltgifte im Bindegewebe abzutransportieren.
  • Entgiftungsmethoden starten meist mit einer gründlichen Darmentleerung.
  • Die Ernährungsarten reichen dabei von Kuren mit Säften hin zur ayurvedischen Ernährung oder dem Basenfasten mit dem Verzicht auf Fleisch, Käse, Weißmehl, Süßigkeiten, Alkohol, Nikotin und Kaffee.
  • Die Dauer variiert dabei zwischen einem Detox-Tag hin zu einer ganzjährigen Kur.
  • Kritikpunkt an dieser Methode: Wissenschaftler halten sie für unnötig, da ein gesunder Körper sich über Ausscheidungsorgane wie Darm, Niere oder Haut selbst reinigt. Zudem sind diese Methoden nicht zur Daueranwendung geeignet, da die Gefahr eines Nährstoffmangels droht.

Fasten für den Kopf!

Auch unser Geist sollte ab und an von „Giften“ gereinigt und gelüftet werden. Beim Fasten für den Kopf gibt es dabei folgende Regeln:

  1. Abgrenzen: Regelmäßige Auszeiten sind wichtig. Dabei sollte man Familie und Freunden deutlich machen, dass man zu bestimmten Zeiten nicht zur Verfügung steht.
  2. Optimieren: Bewegung und Ruhe im Wechsel ist der Schlüssel zum Erfolg: Yoga, Waldspaziergänge oder kurze Kardio- und Krafteinheiten, all dies kombiniert mit kurzen Schlafpausen unterstützt den Fastenprozess.
  3. Aufschreiben: Oft sorgen festsitzende Gedanken für Unruhe oder Schlafstörungen: Es hilft, diese Dinge auf Papier festzuhalten, um neue Ziele zu definieren oder eine neue Struktur zu finden.
  4. Priorisieren: Das Fokussieren auf die wichtigen Dinge ist ein wichtiges Anliegen beim Fasten, dabei hilft es Aufgaben, Hobbys und Menschen in die Kategorien „wichtig“, „unwichtig“ oder „belastend“ einzusortieren.
  5. Fühlen: Oft ist das Bauchgefühl die richtige Antwort auf Fragen wie: welches Essen brauche ich? Wie viel Schlaf oder Sport brauche ich? Das individuelle Wohlbefinden entscheidet hier, kein starrer Ratgeber!

 

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