Direkt zum Inhalt
Politiker vom russischen Menschenrechtsrat verwarnt

Jetzt ging er zu weit Politiker vom russischen Menschenrechtsrat verwarnt

co - 13.08.2021 - 14:00 Uhr
Loading audio player...

Vitaly Milanov war es seinerzeit, der das Propaganda-Verbot für LGBTI*-Themen in Russland auf den Weg brachte. Seither brachte er immer wieder teilweise recht abstruse Gesetzesideen ein, wie zum Beispiel eines, das es Männern verbietet, oberkörperfrei die Straße entlang zu gehen. Milanovs LGBTI*-feindlichen Äußerungen, die er gerne über jegliche zur Verfügung stehende Medien verbreitet, sind oft besonders krass und radikal. Doch jetzt ging er damit anscheinend sogar dem russischen Menschenrechtsrat zu weit.

Auf TikTok veröffentlichte Milanov ein Video, in dem er vorschlug, Heime für LGBTI*-Personen zu errichten, in denen sie wohnen könnten und wo man sie „füttere“, da das „human“ sei. Außerdem solle man sie „sterilisieren“ wie streunende Katzen – so verhindere man schließlich auch deren unkontrollierte Ausbreitung. Man solle Homosexuelle aber nicht mit „süßen Katzen“ vergleichen, da Erstere die „unterste Entwicklungsstufe der Tierwelt“ seien. Das Video wurde mittlerweile gelöscht.

Die Vorsitzende des russischen Menschenrechtsrates, Valery Fandeev, sandte ihm laut RT umgehend eine Verwarnung zu: Man könne eine LGBTI*-feindliche Meinung haben, solle allerdings nicht öffentlich zum Gesetzesbruch aufrufen. Fandeev findet außerdem, dass sich das Partei-Gremium mit Milanov befassen solle, so wie es in Sowjet-Zeiten der Fall gewesen wäre. Denn es sei „nicht richtig“, wenn ein Abgeordneter die russische Verfassung nicht gelesen habe.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Fans und Crew bestürzt

Dreharbeiten vorerst ausgesetzt

"Drag Race Philippines" trauert: Die Kandidatin Misua ist plötzlich während der Dreharbeiten gestorben. Sie wurde nur 27 Jahre alt.
Direkte Folgen für Sicherheit

Gewaltschutzgesetz-Anpassung nötig

Personen aus der LGBTIQ+-Community sind laut Forschung besonders häufig von digitaler Gewalt betroffen, die durch KI-Einsatz gezielt verstärkt wird.
Er sei besser als Donald Trump

Ex-CNN-Moderator ins Weiße Haus?

Don Lemon hat erstmals öffentlich darüber gesprochen, sich vorstellen zu können, als erster offen schwuler US-Präsident zu kandidieren.
25 Jahren nicht in Deutschland

Entscheidung fällt im Oktober

Dresden steht vor der Ausrichtung des Europride 2029, Deutschland wäre nach 25 Jahren wieder Ausrichter.
Urteil gegen Jacques Tilly

102 Monate Haft für Karnevalsbauer

Ein Gericht in Moskau hat den Karnevalswagenbauer Jacques Tilly in Abwesenheit zu acht Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.
Diskriminierung bei Gesundheit

RKI legt neue Studiendaten vor

Eine neue Studie des RKI zeigt auf, dass queere Menschen nach wie vor im deutschen Gesundheitsbereich besonders oft Diskriminierung erleben.