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Dschungelcamp über Transidentität und psychische Diagnosen 
Regional

Aufklärung im Trash-TV  Dschungelcamp über Transidentität und psychische Diagnosen

co - 16.01.2023 - 21:52 Uhr

Mit der aktuellen Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ will RTL sein Publikum anscheinend über einige wichtige Themen aufklären. Begleitend zu Berichten über psychische Krankheiten und über Transidentität in der Sendung schaltete der Sender in den sozialen Medien eine Aufklärungskampagne.

Themen in der Sendung

Tessa Bergmeier (33) redete über psychische Krankheiten und Sänger Cosimo Citiolo (41) erwähnte das Thema Spielsucht. Das nahm RTL zum Anlass, um auf Twitter einige Telefonnummern für Hilfsangebote bei psychischen und Suchtproblemen zu veröffentlichen. „Ich brauche die Gage, sonst kann ich meine Schulden nicht zahlen“, berichtete Citiolo. Erst seine Freundin habe ihn vor rund drei Jahren vom Spielen abbringen können.

Transgender-Influencerin Jolina Mennen (30) sprach am Samstag offen über ihre Transidentität. Das war ihr schon vor Beginn der Staffel wichtig: „Ich finde es toll, den Leuten zu zeigen, wie Transsexualität aussehen kann“. Sie findet es „sehr wichtig“, im Dschungel einen „Berührungspunkt“ schaffen zu können, um den Menschen Berührungsängste zu nehmen und Normalität zu schaffen (SCHWULISSIMO berichtete).

Aufklärung by RTL

Während der Ausstrahlung der Samstagsfolge veröffentlichte RTL mehrere Twitter-Beiträge zum Thema transsensible Sprechweise. Zahlreiche trans* Personen lobten dieses Vorgehen. In den Beiträgen hieß es beispielsweise: „Der Begriff ‚transsexuell‘ ist irreführend, da er nahelegt, es könnte um die Sexualität der trans* Personen gehen. Das tut es aber nicht. Es geht um die Geschlechtsidentität.“ Statt „Transsexuelle“ solle man lieber „trans* Personen“ sagen. 

Statt „Geschlechtsumwandlung“ schlägt der Sender seinen Fans „Geschlechtsangleichung“ vor. Denn es ginge um die Anpassung an die eigene Geschlechtsidentität, wozu eben auch angleichende Operationen gehören können. Die OP mache eine Person aber nicht zur Frau oder zum Mann.

„Trans* Menschen verwandeln sich nicht zum anderen Geschlecht“, so RTL in einem weiteren Beitrag. Daher wäre „als sie noch ein Mann war“ keine gute Aussage. Besser sei: „Als sie noch als Mann gelebt hat“. Ebenso empfahl der Sender, auf die Geschlechtszuweisung bei der Geburt zu verweisen anstatt zu sagen „er wurde als Mädchen geboren“ oder „er ist biologisch eine Frau“. 

Papis Loveday über seine Familie

In den Wochenendfolgen erfuhr das Publikum zudem mehr über den schwulen Papis Loveday (46): „Ich komme aus einer großen Familie. Mein Vater hat drei Frauen. Wir sind 26 Kinder.“ Loveday kommt von einem Stamm in Senegal, der sehr maskulin und konservativ geprägt ist. Daher habe er vor seiner Familie Geheimnisse: „Das Modeln habe ich vor meiner Familie geheim gehalten. Meine Familie würde das nicht akzeptieren. Mein Stamm ist wirklich sehr konservativ. Das sind Jäger, die sind sehr männlich.“ Daneben plauderte Loveday am Sonntag noch über sein Gewicht. Das liege immer zwischen 71 und 72 Kilogramm. Nähme er zu viel zu, bekäme er einen dicken Kopf und aufgeblähte Wangen.

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