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Diskussionen über Prinz Harrys Sexualität
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Spekulationen im Supermarkt Diskussionen über Prinz Harrys Sexualität

co - 12.01.2023 - 15:50 Uhr

Am 10. Januar veröffentlichte der 36-jährige Prinz Harry – der Herzog von Sussex – seine Biografie „Reserve“ (Originaltitel „Spare“). Darin schreibt er unter anderem von einigen merkwürdigen Diskussionen über seine Person, die er in ganz normalen Alltagssituationen miterlebte.

Ist er schwul?“

Ausgerechnet in der Schlange an der Supermarktkasse hörte Harry laut Attitude schon mehrere spekulative Unterhaltungen über sein Privatleben mit: „Mehr als einmal sah ich Einkaufende, die etwas über mich lasen und hörte sie über mich diskutieren. Im Jahr 2015 hörte ich sie oft darüber sinnieren, ob ich jemals heiraten würde. Ob ich glücklich sei. Ob ich schwul sein könnte. Ich war immer versucht, ihnen auf die Schulter zu klopfen [und Hallo zu sagen].“ Einmal mischte er sich tatsächlich ein. Damals führte ein älteres Paar mit einer Kassiererin eine hitzige Diskussion über seine Lebensentscheidungen: „Ich trat vor, zeigte mein Gesicht, räusperte mich: ‚Entschuldigen Sie. Ich weiß nicht, was hier los ist, aber ich finde, Sie sollten nicht so mit ihr sprechen‘.“

Hilfe für schwulen Soldaten

Im Jahr 2020 erzählte der schwule Soldat James Wharton Forces, wie es war, mit Prinz Harry in der Armee zu dienen: „Er konnte sehen, dass ich von etwas betroffen war, und er fragte mich, was das Problem sei. Ich sagte ihm, dass es draußen einige Soldaten gäbe, die nicht sehr glücklich damit sind, dass ich schwul bin. Da er sich darüber ärgerte, dass sein Kanonier von diesen Leuten angegriffen wurde, ging Prinz Harry zu diesen Soldaten und sprach mit ihnen, und das Problem ist verschwunden: Er schimpfte mit ihnen, und sie ließen mich in Ruhe.“

Über die Autobiografie

Das 416 Seiten starke Werk wurde von J. R. Moehringer niedergeschrieben. In ihm beschreibt Harry seine Kindheit, den Tod seiner Mutter Prinzessin Diana und dessen Folgen, seine turbulenden Jugendjahre und seinen Einsatz in Afghanistan. Es geht außerdem um Harrys Beziehung zu seinem älteren Bruder William und zu seinem Vater König Charles III und dessen Hochzeit mit Camilla Parker Bowles. Und natürlich schreibt Harry auch über seine Ehe mit der amerikanischen Schauspielerin Meghan Markle und den gemeinsamen Rückzug von den Pflichten in der königlichen Familie. Der britische Verleger Transworld Penguin Random House gab bereits bekannt, dass Harrys Autobiografie das verkaufsstärkste nicht-fiktionale Werk aller Zeiten ist: Es wurde schon mehr als 400.000 Mal verkauft.

Kritik an britischer Königsfamilie

Dass sich eine Biografie aus der britischen Monarchenfamilie so gut verkauft, liegt wohl nicht zuletzt an deren Beliebtheit in der Regenbogenpresse und ihrem Status als geliebte britische Ikone. Doch nicht alle Menschen in Großbritannien denken so: Für Graham Smith von der Organisation Republic ist das britische Königshaus „schlecht für Großbritannien, schlecht für unsere Demokratie“. Daher organisiert seine Kampagnengruppe zu Charles’ Krönung im Mai Proteste zur Abschaffung der Monarchie (SCHWULISSIMO berichtete): „Dies ist keine Institution, der Ihre Interessen am Herzen liegen. Es ist keine Institution, die überhaupt an Ihnen interessiert ist. Es ist keine Seifenoper. Es geht nicht um die Schlagzeilen der Boulevardpresse. Es ist ein ernstes Problem, und es muss auf dieser Grundlage angegangen werden“ – „diesen Zirkus“ müsse man sich nicht gefallen lassen.

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