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Valentinstag - I love you!

Valentinstag I love you!

kk - 27.01.2024 - 17:00 Uhr

Spätestens ab dem 14. Februar, also dem Valentinstag, beginnt wieder die romantische Saison im Jahr, denn danach – vor allem im Mai – läuten wieder überall die Hochzeitsglocken. Auch Gay Weddings stehen dann immer häufiger auf dem Programm – von klassisch bis verrückt ist hier alles möglich. Im Folgenden findet ihr einige Inspirationen, wie ihr diese romantischen Dates am besten gestalten könnt:

 

Valentinstag

Das Brauchtum dieses Tages geht auf das Fest des Heiligen Valentinus zurück, eines Märtyrers – doch ist dieser mehr oder weniger nur Namensgeber, denn eine richtige Verbindung zum heutigen Valentinstag lässt sich hier nicht ziehen. Böse Zungen behaupten sowieso, dass der Valentinstag nur eine Erfindung der Floristen ist. Jener historische Valentin lebte jedenfalls im 3. Jahrhundert in Rom und traute Liebespaare nach christlichem Ritus, obwohl Kaiser Claudius II. dies verboten hatte. Doch diese getrauten Paare galten als besonders glücklich und Valentin soll den Paaren auch Blumen aus seinem Garten übergeben haben. Am 14. Februar 269 wurde Valentin schließlich auf Befehl des Kaisers enthauptet. Wie kam es, dass dieses Datum heute für einen Liebestag steht?

Ab dem 15. Jahrhundert etablierte sich in England ein Brauch, bei dem so genannte “Valentinspaare“ gebildet wurden, die sich gegenseitig kleine Geschenke oder Gedichte zuschickten. Englische Auswanderer nahmen diesen Valentinsbrauch mit in die Vereinigten Staaten, und so kam er durch US-Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg wiederum in den westlichen Teil Deutschlands. Ab 1950 kommt er auch in Deutschland an und in diesem Jahr wurde in Nürnberg der erste „Valentinsball“ veranstalten. Schon bald gab es im ganzen Land solche Veranstaltungen, verstärkt beworben durch die Blumenbranche und florierend dank der Wirtschaftswunderjahre in der Bundesrepublik.

Das Prinzip, am Valentinstag durch Geschenke seine Liebe zu „beweisen“ blieb erhalten und so sind es inzwischen nicht nur Blumen, die am 14. Februar überreicht werden, sondern immer ausgefallenere und individuelle Dinge. Der Tag der Liebenden ist so auf jeden Fall auch ein Tag des Handels: Jedes Jahr verspricht sich der Einzelhandel vom Valentinstag ein Milliardengeschäft.

Und was schenkt man sich so in der Gay-Szene an diesem besonderen Tag? Hier ein paar Ideen, wie man seinem Liebsten eine besonders gelungene Überraschung bereitet:

Candle-Light-Dinner

Ein Klassiker, denn Liebe geht bekanntlich durch den Magen: Sucht ein besonders schönes oder lauschiges Restaurant mit gemütlicher ruhiger Atmosphäre aus und teil euch einen fantastischen Wein – der Abend kann nur grandios werden.

Sinnliches Parfüm

Auch der Duft ist eine geheime Macht der Anziehungskraft und so ist ein sinnliches Spitzenparfüm ein Geschenk, dass eure Liebe nur stärkt. Verwöhnt eure Partner also mit einem angenehmen Duft und lernt ihn so gleichzeitig besser kennen: Denn triffst Du mit dem Parfum die richtige (Duft)-Note, kann diese Beziehung so schnell nichts mehr umhauen.

Partner-Pyjamas

Wenn man sich abends oder Sonntagsmorgens aneinanderkuschelt, kann das in passenden Pyjamas besonders romantisch sein: Egal, ob man sich für Seide, Baumwolle oder Leinen entscheidet, sind eine geschmackvolle Hose und ein T-Shirt eine großartige Möglichkeit, in einem gleichermaßen bequemen wie stylishen Outfit gemeinsam daheim zu entspannen.

Champagner

Immer etwas edles und exklusives: Perlender Champagner, den man am Valentinstag gemeinsam genießen kann: Hier gilt es aber nicht ein Schnäppchen aus dem Supermarkt zu besorgen, sondern einen besonderen Tropfen, den man über mehrere Stunden lang genießen und würdigen kann. Dazu kann man noch zwei neue schöne Gläser besorgen und Erdbeeren dazu sind natürlich ebenso ein Muss.

Schmuck

eine gewagte Geste, aber wer nicht wagt, der auch nicht (Herzen) gewinnt: Wie wäre also mit einem schönen Silberring, den man auch den ganzen Tag über tragen kann? Bei diesem Geschenk wird dein Traummann zudem ständig an dich erinnert, wann immer er dieses Schmuckstück sieht. Wenn das nicht romantisch ist?

Rote Rosen

Ja, klingt nach Klischee, aber langstielige rote Rosen sind eben auch sehr stilvoll und traumhaft schön: Zudem ist ein bisschen Tradition und Gentleman-Style immer romantisch und ein solcher Strauß sorgt zuverlässig für Ergriffenheit bei deinem Partner – und vielleicht sogar zukünftigen Ehemann?

Apropos Ehemann, wie sieht es denn mit einer baldigen Gay-Hochzeit aus?


 

© iStock / SeventyFour

Gay Weddings

Niemand muss heutzutage mehr heiraten, um zusammen zu sein, aber jeder darf heiraten und so feiert die klassische Hochzeit mit allem Drum und Dran ein Comeback. In Deutschland können gleichgeschlechtliche Paare seit dem 1.10.2017 standesamtlich heiraten, kirchlich ist es für gläubige Liebende immer noch schwierig bis unmöglich. Aber es gibt darüber hinaus so viele andere einzigartige bis verrückte Arten, sich das Ja-Wort zu geben!

LGBTI*-Paare können sich zunächst standesamtlich trauen lassen, aber viele gleichgeschlechtliche Partner wünschen sich auch eine kirchliche Trauung, was die katholische Kirche immer noch ablehnt. Es ist jedoch in manchen Kirchen dennoch eine Segnung möglich, andere Glaubensgemeinschaften und vor allem die evangelische Kirche zeigt sich hier sehr offen und bietet Trauungszeremonien an.

Was die Kosten betrifft, ist die standesamtliche Trauung nicht besonders teuer – da kommt bei der Feier gegebenenfalls einiges mehr auf das Paar zu! Zu den bürokratischen Standards gehören dabei:

  • Kosten für die Anmeldung der Eheschließung: ca. 60 Euro
  • Ehe- und Geburtsurkunde: ca. 12 Euro
  • Stammbuch: 14 bis 30 Euro
  • Beglaubigungen kosten ebenfalls etwas

Und wie läuft das Ganze dann ab? So ist der förmliche Ablauf der standesamtlichen Trauung:

  • Begrüßung
  • Feststellung der Personalien und eventuell der Trauzeugen
  • Ansprache des Standesbeamten
  • Ehekonsenserklärung mit Erklärung des Standesbeamten, dass das Paar nun rechtmäßig als Ehepaar verbunden ist
  • Ringwechsel (wenn gewünscht), plus Kuss!
  • Ehebucheintrag
  • Unterschriften
  • Glückwünsche

Bis auf den Kuss klingt das doch alles ziemlich unentspannt, deshalb hier noch ein paar Ideen für etwas ausgefallenere Orte, sich das Ja-Wort zu geben als in einem deutschen Bürozimmer... Es muss ja nicht gleich vor einem gerade ausbrechenden Vulkan sein wie ein männliches Pärchen das neulich in Island tat! Aber wie wäre es...

... unter Wasser?

Wie Meerjungfrauen oder Meerjungmänner kann man sich bei solch einer magischen Unterwasser-Trauung blubbernd das Ja-Wort geben.

... im Weltall?

Klingt abgehoben und ist es auch, denn mit dem beginnenden Welttraumtourismus kann man sich schon mal auf eine Warteliste setzen lassen, um sich in den unendlichen Weiten gegenseitig der unendlich große Liebe zu bekräftigen.

... auf einem Berggipfel?

Hierbei entstehen nicht nur atemberaubende Hochzeitsbilder, die Herzen werden bei solch einer Aussicht sicher auch doppelt höher schlagen.

... in Disneyland?

Nach Corona ist dieser filmgewordene Traum wieder leichter umzusetzen, und man kann schon mal vorausplanen und sich einen Platz vor Dornröschens Schloss reservieren.

... im Zoo?

Tierisch exotisch ist eine Trauung inmitten der Lieblingstiere: Einfach mal im Zoo der Wahl nachfragen, es gibt da einige schöne Lösungen.

... per Fallschirm?

Jaaaaaaaaaa, ich will in die Ehe springen! So oder so ähnlich könnte es lauten, wenn man sich für diese adrenalingetriebene Variante einer Trauung entscheidet. Aber keine Sorge: Das Ja-Wort kann man sich meistens am Boden geben und den (Glücks-)Sprung vorher ohne Worte genießen.

... in der Wüste?

Die Dünen der Wüste sind ebenfalls eine atemberaubende Kulisse für eine Hochzeit und deren Bilder: Mitten im Nirgendwo sich die ewige Liebe schören und dann auf einem Kamelrücken in die gemeinsame Zukunft reiten – wie romantisch ist das denn bitte?

... im Spukhaus?

Für Fans von Horror und Grusel kann man in einem so genannten Spukhaus jeglichen Kitsch einer Hochzeit vertreiben und viel Spaß mit der richtigen Deko haben.

... auf einer Achterbahn?

Ja, die Achterbahn der Gefühle kennt eigentlich jeder Verliebte, aber gleich dort heiraten? Warum nicht, so kommt die Hochzeit garantiert in Schwung.

... in der Natur?

Hochzeiten im Freien, mitten in der Natur liegen im Trend: Natürlich ist es stets ein Risiko, denn das Wetter lässt sich leider nicht so gut planen wie der Ablauf einer Feier. Hier sollte man also stets eine Ausweichlocation mitdenken. Outdoor-Weddings sind allerdings bei Sonnenschein ein wahrer Lichtblick für das Hochzeitspaar und die Gäste. Egal ob im eigenen Garten, am idyllischen See oder im romantischen Wald, diese Vermählung bleibt lange bei allen lange im Gedächtnis.

... im Heißluftballon?

Ein romantisches Highlight im wahrsten Sinn, ist es sich über den Wolken und im 7. Himmel das Ja-Wort zu geben.

Wem das alles zu verrückt ist, kann natürlich auch die klassische Variante haben:

Von der Torte bis hin zum Walzer ist hier alles dabei, was eine Märchenhochzeit ausmacht: LGBTI*-Paare lassen sich zunächst standesamtlich trauen, aber viele gleichgeschlechtliche Partner wünschen sich auch eine kirchliche Trauung, was die katholische Kirche immer noch ablehnt. Es ist jedoch in manchen Kirchen dennoch eine Segnung möglich, andere Glaubensgemeinschaften und vor allem die evangelische Kirche zeigt sich hier sehr offen und bietet Trauungszeremonien an.

Egal, wofür ihr Euch entscheidet, letztendlich wichtig ist eigentlich nur, dass Ihr Euch für Euch entschieden habt!

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