Direkt zum Inhalt
Sinnvolles Sparen oder unwirtschaftliche Anlage?
Rubrik

Der Bausparvertrag Sinnvolles Sparen oder unwirtschaftliche Anlage?

kk - 28.02.2020 - 18:00 Uhr

Er hat ein altmodisches, aber sicheres Image: Der Bausparvertrag. Was steckt aber konkret hinter einem Bausparvertrag und wann ergibt es heutzutage Sinn einen solchen abzuschließen? Alle Fragen und Fakten zum Thema werden hier geklärt:

Was ist ein Bausparvertag eigentlich genau?
Dabei handelt es sich um einen Sparvertag, der zwischen einem Anleger und einer Bausparkasse abgeschlossen wird, um eine Immobilie zu finanzieren – egal ob es sich dabei um einen Kauf, einen Bau, eine Modernisierung oder auch einen Umbau handelt: Die Grundlage des Prinzips ist dabei ein Kollektivgedanke, denn alle Bausparer zahlen in einem Topf ein, weshalb die Zinsen über einen langen Zeitraum und im Voraus garantiert werden können.

Beim Abschluss wird dann eine bestimmte Bausumme festgelegt, die dem Betrag entspricht, die der Sparer in die gewünschte Immobilie stecken möchte. Kommt es dann zum Kauf oder Bau ist der Bausparvertrag ein Teil der gesamten Finanzierung, im Jahr 2017 lag die Durchschnittssumme dabei bei ca. 49.900 Euro. Das Sparen läuft schließlich so ab: Der Anleger spart einen Teil der Summe an, meist sind das 30 bis 50 Prozent. Der Vertrag ist dann nach einer gewissen Zeit „zuteilungsreif“ und der Anleger kann die Baufinanzierung in Anspruch nehmen. Man muss allerdings nicht das Baudarlehen für wohnwirtschaftliche Zwecke in Anspruch nehmen, man kann auch nur die Auszahlung des Sparguthabens beantragen -  in diesem Fall endet der Vertrag.
Eine dritte Variante stellt das „Weitersparen“ dar: Nach der Zuteilung verzinst so das Guthaben nämlich weiter und gerade bei der aktuellen Zinslage ist dies eine interessante Möglichkeit die meist gutverzinsten Altverträge zu nutzen. Zudem ist die staatliche Förderung bei den Verträgen eine gute Verbesserung bei der Rendite. Allerdings hat die Bausparkasse zehn Jahre nach der Zuteilung auch hier ein Kündigungsrecht. Insofern ist der Bausparvertrag durchaus ein finanzielles „Allroundtalent“, denn es eignet sich sowohl für planende Finanzierer, für auf Sicherheit setzende Sparer als auch für noch Unentschlossene.

Wann und für wen lohnt sich Bausparen?
Wenn das an den Bausparvertrag gekoppelte Darlehen zinsgünstiger ist als ein normales Bauspardarlehen lohnt sich dieser bereits. Zudem ist er interessant für Anleger, die innerhalb der nächsten Jahre oder kurzfristig den Bau oder die Anschaffung einer Immobilie planen. Wenn Verbraucher eine Wohnungsbauprämie, vermögenswirksame Leistungen oder eine Arbeitnehmersparzulage nutzen können, dann ist Bausparen ebenfalls sinnvoll.

Wann lohnt sich ein Bausparvertrag?

Wann sich Bausparen nicht rentiert:
Wenn die vereinbarten Zinsen über dem zu erwartenden Marktniveau liegen, lohnt sich ein Bausparvertrag nicht: Hier setzt man besser auf ein herkömmliches Bankdarlehen. Sollte das angesparte Geld nicht für eine Immobilie genutzt werden, rentiert sich der Abschluss eines Bausparvertrags ebenso nicht. Auch kleine Bausparsummen rechnen sich meistens nicht.

Verschiedene Verwendungsmöglichkeiten für Bausparverträge:

  • Als Versicherung gegen steigende Bauziehen: Diese Variante lohnt sich für Menschen, die einen späteren Immobilienkauf fest eingeplant haben und sie lohnt sich wenn die Bauzinsen deutlich ansteigen.
  • Die Bausparsofortfinanzierung: Hinter diesem komplizierten Wort steckt ein Vorteil, wenn die Zinsen für die gesamte Baufinanzierung festgeschrieben werden sollen. Sollte der Gesamteffektivzins niedriger sein als ein vergleichbares Annuitätendarlehen – also ein Tilgungsdarlehen mit konstanten Rückzahlungsbeiträgen – ist diese Variante ebenfalls empfehlenswert.
  • In Form eines Sparvertrags: Bausparen lohnt sich in diesem Fall, wenn hohe Zinsen geboten werden, das Angesparte nicht sofort benötigt wird und die Sparraten genau eingehalten werden können.

Die Förderung: Das Interessante am Bausparen
Gleich vier Fördertöpfe kommen dabei in Frage: Die Wohnungsbauprämie, die Arbeitnehmerzulage, vermögenswirksame Leistungen und die Riester-Förderung.
In allen Fällen ist Bausparen eine sichere und einfache Lösung, es kommt jedoch darauf an, wofür man den Bausparvertrag einsetzen will. Deshalb sollte man sich im Vorfeld informieren, welcher Bausparvertrag der passende ist und vor allem nicht nur auf den Darlehenszins, sondern auch auf die Verzinsung des Guthabens achten.

Verwendungsmöglichkeiten eines Bausparvertrages

Auch Interessant

Interior im Herbst

Must-Haves und No-Gos

Der Sommer neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu und das Leben verlagert sich wieder mehr in die Wohnung: Um einen Herbstblues zu vermeiden
Versicherungen im Alter

Welche braucht man?

Sicherlich, das Thema Versicherungen ist nicht besonders sexy. Und das Thema „Versicherungen im Alter“ schiebt man noch lieber vor sich hin
Gay Weddings

Von klassisch bis verrückt!

Niemand muss mehr heiraten, um zusammen zu sein, aber jeder darf heiraten und so feiert die klassische Hochzeit mit allem Drum und Dran ein Comeback.