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Der hauseigene Friseursalon // © kbwills
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Der hauseigene Friseursalon Haare selbst schneiden? So gelingt es!

kk - 01.02.2021 - 09:00 Uhr

Dass Haareschneiden eine Kunst für sich ist, merken viele nun am eigenen Schopf, wo Friseure wegen der anhaltenden Corona-Pandemie geschlossen bleiben müssen: Nun heißt es eben neben hauseigenem Restaurant und Home-Office auch noch seinen eigenen Friseursalon zuhause zu eröffnen. Wir helfen mit praktischen Ratschlägen dabei!

Zubehör
Bevor man sich ans Schnippeln macht, sollte man auf das richtige Zubehör achten: Denn jedes gute Handwerk basiert schließlich auf dem richtigen Werkzeug. Scheren aus der Küchenschublade sollte man nie zum Haareschneiden verwenden, denn sie schaden dem feinen „Material“ nur. Zudem kann man mit solchen Scheren kaum gerade Linien schneiden und das Ergebnis wirkt stumpf. Am besten man investiert in eine spezielle Haarschere oder gar Effilierschere zum Ausdünnen und rüstet den eigenen Salon mit Handspiegel, Umhang oder Handtuch sowie Produkte wie Gel oder Wachs aus.

Einrichtung
Vor dem Wie ist zudem auch das Wo wichtig: Für den heimischen Friseurstuhl braucht man Platz, aber auch einen Ort, der sich leicht wieder reinigen lässt. Einen Teppich von Haaren zu befreien ist mühselig, Laminat oder Fliesen lassen sich hingegen leicht wieder reinigen. Gutes Licht ist ebenfalls ratsam, um sein Werk kritisch und klar überprüfen zu können.

Vorbereitung
Bevor man mit dem Schneiden beginnt, stellt sich noch die entscheidende Frage: Nass oder trocken? Verwendet man eine Haarschneidemaschine oder Haartrimmer, empfiehlt sich getrocknetes Haar. Geht man aber klassisch mit der Schere vor, dann sollte das Haar nass sein. Aber Achtung: Feuchtes Haar besitzt weniger Volumen, so dass man sich immer die Frisur im trockenen Zustand vorstellen sollte.
 

Der hauseigene Friseursalon // © domoyega

Schneiden
Wichtig ist beim Selbstschnitt, stets den Kopf gerade zu halten. Zu Beginn sind die Haare gründlich durchzukämmen und so zu legen, dass ein natürlicher Scheitel fällt oder dahin gekämmt wird, wo er normalerweise getragen wird. Die zu schneidenden Haare dann in Abschnitte aufteilen und am besten im Nacken bei einem Kurzhaarschnitt beginnen.

Technik
Ein Teil des Haares zwischen Zeige- und Mittelfinger nehmen, dann diese Strähne waagerecht vom Kopf wegziehen und horizontal zur Haarlinie die gewünschte Länge abschneiden. Dabei am Anfang nicht zu viel abschneiden, denn Nachbessern ist immer noch möglich – länger machen nicht. Beim Schneiden in Ruhe und langsam arbeiten, dazwischen immer mal wieder durchkämmen und das Zwischenergebnis aus der Distanz betrachten. So kann man schnell unregelmäßige Stellen entdecken und dort weitermachen.

Varianten
Mit einem Haartrimmer kann man relativ einfach und eigenhändig einen schicken Kurzhaarschnitt zaubern: Klassisch oder Undercut gefällig? So geht’s:

Für einen klassischen Kurzhaarschnitt kann man die gewünschte Länge bei der Haarschneidemaschine einstellen, indem man den entsprechenden Aufsatz benutzt. Danach geht es step by step so weiter:

  • Im Nacken beginnen
  • Gegen die Richtung des Haarwuchses arbeiten, von unten nach oben
  • Mehrfach über die gleiche Stelle fahren, um jedes Haar mitzunehmen
  • Haare zwischendurch immer wieder kämmen, um das Ergebnis zu beurteilen
  • Vom Hinterkopf bis zum Oberkopf frisieren
  • Die Feinarbeit hinter Ohren und im Nacken ohne Aufsatz machen, um feine Linien zu schneiden

Will man einen leichten Undercut in seinen Haarschnitt „Marke Eigenbau“ einarbeiten, geht das auch, ist aber ein wenig komplizierter. Denn hier arbeitet man mit mehreren unterschiedlichen Aufsätzen der Haarschneidemaschine. Aber auch hier sollte das Gelingen, wenn man sich an diese Schritt-für-Schritt-Anleitung hält:

  • Ebenfalls im Nacken beginnen und nach Wunsch den Aufsatz verwenden: Gegen die Wuchsrichtung den Nacken ausrasieren und beim Nachobenziehen den Trimmer langsam herausheben, damit keine harten Kanten entstehen.
  • Bei den Seiten die Milimetereinstellung gleich oder ähnlich wie beim Nacken einstellen: Das Ohr etwas herunterklappen, um besser sehen zu können und sich vorsichtig bis zur Hutlinie nach oben arbeiten.
  • Das Deckhaar ist bei einem Undercut länger als bei den Seiten oder im Nacken: Je nach Wunschlänge den größtmöglichen Aufsatz des Trimmers verwenden und sich nun von der hinteren Kopfrundung nach vorne zur Stirn vorarbeiten.
  • Die Übergänge sind das wichtigste, denn diese sollten fließend sein. Die Technik entspricht in etwa der wie beim Nacken: Der Trimmer wird an den Übergängen nach und nach etwas angehoben und langsam aus den Haaren gezogen.

Einem coolen, wie natürlichen Look sollte nun nichts mehr im Wege stehen!

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