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Tiny Houses - Vor- und Nachteile
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Tiny Houses Tiny Houses - Kommt es auf die Größe an?

km - 04.01.2020 - 12:00 Uhr

In Zeiten der steigenden Bevölkerung und der Flucht in die Stadt, gerade durch junge Singles, ist der Wohnungsmarkt überflutet mit Nachfragen. Da Städte aber aus platztechnischen Gründen limitiert sind, muss die Menschheit langsam umdenken. Im asiatischen Raum gibt es architektonische Meisterwerke, mit perfekter Symbiose zwischen Platz und Nutzen, mit dem Ergebnis herausragender Effizienz.

Aber auch die Amerikaner kommen mit minimalistischen Bauwerken um die Ecke, welche zudem auch noch Mobilität versprechen. Was sich aber genau hinter dem Begriff „Tiny Houses“ verbirgt und welche Vor- und Nachteile diese mit sich bringen, erfahrt Ihr hier.

Definition
Die begrenzten Häuser aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten haben in Deutschland keine genaue Definition. Allerdings lässt sich durch die Bezeichnung „Mini Haus“, schon einiges ableiten.

In den USA dürfen sie von der Grundfläche nicht größer als 37 Quadratmeter sein, so ist es im Baugesetz festgehalten. Das heißt aber nicht, dass alle Singles und Studenten in einem Tiny House wohnen, denn diese sind mobil. Ein Haus auf Rädern, was für eine Limitierung in der Größe sorgt. Trailer ohne Zulassung dürfen folgende Maße haben und bestimmen damit meist die Größe der Tiny Houses: Höhe mit Anhänger 4,11 Meter, Breite 2,66 Meter und die Länge bewegt sich zwischen 3 und 7,30 Metern.

Aufbau eines Tiny House

Vorteile
In Zeiten des Klimawandels, ist das Thema Nachhaltigkeit nicht mehr wegzudenken und ist damit eines der stärksten Pluspunkte. Nicht nur spart man durch weniger Wohnfläche auch CO2-Emissionen ein, sondern gewinnt auch noch nachhaltige Energie, durch die autarke Bauweise. So versorgen sich die kleinen Bauwerke oft selbst, mit gesammeltem Regenwasser oder Solar-Panels. Der gewonnene Platz kann für Grünflächen genutzt werden und bei den Baustoffen handelt es sich meist um recycelte Baumaterialien.

Weniger Platz bedeutet auch weniger Besitz. Deshalb ist es auch eine Bewegung aus dem Minimalismus. Man spart Geld, da man sich nicht viele Sachen anschafft und auch das sorgt wieder für eine höhere Nachhaltigkeit. Zudem lebt man bewusster, da man sich bewusst für jedes Möbel- und Kleidungsstück entscheiden muss. So kann auch die Wertschätzung der besitzenden Konsumgüter steigen.

Wen das noch nicht überzeugt hat, dem sei gesagt, dass man sich den Traum vom Eigenheim mit 20.000 Euro erfüllen kann. In Bayern deckt man bei der Größe gerade mal die durchschnittlichen Kaufnebenkosten einer Eigentumswohnung ab. Ein Mini-Haus ist dagegen erschwinglich und bietet zusätzlich die Möglichkeit der Mobilität.

Vorteile eines Tiny Houses

Nachteile
Die Überschaubarkeit machen die eigenen vier Wände auch gleichzeitig familienuntauglich und erschweren die Gäste-Situation. Zusätzlich hat man Gerüche wie durch Tiere, Müll oder Kochen, IMMER im ganzen Haus.

Die Limitierung fängt allerdings viel früher an. Durch die vorgegebenen Maße durch den Anhänger und ein Maximalgewicht von 3,5 Tonnen, muss man den Wohnraum optimieren und viel Arbeit in die Planung einfließen lassen.

Hinzu kommt die allseits beliebte Bürokratie in Deutschland. Da es sich weder um ein herkömmliches Haus, noch um einen Wohnwagen handelt, erweist sich die Versicherung oft als schwierig.
Zudem ist es in Deutschland nur gestattet, auf erschlossenen Grund zu wohnen, was dafür sorgt, dass man mit den E- und Wasserwerken bei jedem Umzug in die Verhandlung gehen muss, um sich am Netz anschließen zu können. Wenn man ein schönes Plätzchen hat, an dem man etwas länger bleiben möchte, muss man dafür eine Baugenehmigung beantragen und bezahlen. Auch regelmäßige Besuche beim TÜV bleiben nicht aus und Steuern müssen natürlich auch gezahlt werden. Zudem ist die Lebensdauer nicht vergleichbar mit der eines normalen Hauses und damit kein Investment für das ganze Leben.

Nachteile eines Tiny Houses

Fazit
Ob die Nachhaltigkeit ein so großer Vorteil ist, wenn man an die Lebensdauer dieser Gebäude denkt, ist fragwürdig. Allerdings ist es ein minimalistischer, bewusster Lebensstil, welcher als junger Single mit Freiheitsgefühl und kleinem Budget Sinn macht. Sobald man älter wird oder ist und an Familienplanung denkt oder einen höheren Lebens-Standard pflegt, sollte man davon absehen.

Wer sich unsicher ist, kann in jedem Fall in einem Tiny House Probe wohnen. Angebote gibt es in Deutschland dafür bereits genug.

Fazit: Tiny Houses

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