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Alarm beim Vollkornreis // © spailoolom
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Randschichten Alarm beim Vollkornreis

nb - 20.02.2017 - 07:00 Uhr

Der Lack ist ab. Dafür klebt nun Arsen daran. Wie schade. Es hieß doch immer Vollkornreis sei gesünder als die weißen Reissorten. Ja, er enthält mehr Vitamine, Mineral-und Ballaststoffe, denn diese stecken in den Randschichten der Körner. Vollkorn- bzw. Naturreis enthält etwa sieben Mal so viel Vitamin B1, fünf Mal so viel Vitamin B12 und etwa das Doppelte an Mineralstoffen wie weißer Reis.

Aber genau in diesen Randschichten befinden sich auch Giftstoffe, wie Ökotest aktuell berichtet. Krebs erregendes anorganisches Arsen wurde in sechs Marken in „stark erhöhter“ Menge gefunden. Untersuchungen zufolge beläuft sich der Anteil auf 50 bis 70 Prozent.

Arsen ist gefährlich. Es gibt hinreichende Zusammenhänge zwischen der Aufnahme von Arsen und dem Auftreten von Krebserkrankungen beim Menschen. Erst in den letzten Jahren wurde anhand neuer Daten deutlich, dass das auch schon durch sehr geringe Dosen passieren kann. Eine gesundheitliche Belastung entsteht darüber hinaus dadurch, dass einige Vollkornreise mit Mineralöl und Pestiziden und teilweise auch noch mit dem Schwermetall Cadmium belastet sind.

 

Kann man Arsen rauskochen?

Selber entfernen kann man Arsen aus Naturreis nicht vollständig. Kochen in viel Wasser kann nur eine gewisse Menge beseitigen. Für den Kochvorgang empfiehlt sich die Wasser-Methode: Der Reis wird dabei mit viel Wasser und Salz gekocht, bis er gar ist. Dann wird das Wasser mit darin befindlichem Arsen abgesiebt.

Als Quellmethode ist eine weitere Reiszubereitung bekannt. Dabei wird der Reis mit der doppelten Menge gesalzenem Wasser aufgekocht und dann bei geringer Hitze köcheln gelassen, bis das Wasser komplett vom Reis aufgesogen wird. Das Arsen kann auf diesem Wege nicht aus dem Reiskorn gelöst und weggespült werden. Die Quellmethode ist für Vollkornreis deshalb ungeeignet.

Arsen // © AMilkin

Wie wurde der Vollkornreis mit Arsen verseucht?

Auf natürlichem Wege nimmt die Reispflanze natürliches Arsen aus dem Boden auf und reichert es in den Körnern an - viel mehr als alle anderen Pflanzen. Ökotest erläutert: „Kommt arsenverseuchtes Grundwasser hinzu - wie in manchen Gebieten Asiens -, potenziert sich der Gehalt. Zu erhöhten Belastungen führen auch Böden, die mit arsenhaltigen Pestiziden behandelt wurden, oder Bergbau und metallverarbeitende Betriebe in der Nähe. Daher variiert der Arsengehalt je nach Anbauregion. Hohe Belastungen haben Forscher der schottischen University of Aberdeen zum Beispiel in Reis aus Bangladesch und China gefunden, während Reis aus Ägypten und Indien relativ gering belastet war.“
 

Was nun?

Parboiled Rice ist kein Ersatz für Vollkornreis. Der Name Parboiled Rice leitet sich ab vom englischen partially boiled, teilweise gekocht. Der Reis wird zunächst in heißem Wasser eingeweicht und dann unter starkem Druck gedämpft. Dadurch werden die Nährstoffe aus der das Korn umgebenden Silberhaut ins Innere gepresst. Auf dem Wege gelangt dann auch das Arsen hinein.

Basmatireis // © raphotography

Eine gesunde Alternative ist Basmatireis.

Basmati bedeutet auf Hindi das Wort "Duft". Beim Kochen entfaltet er einen besonderen Geruch. Angebaut wird echter Basmatireis nur am Fuße des Himalaya. Die Randschichten fehlen bei dieser Reissorte. Damit auch viele der Vitamine und Mineralstoffe. Aber es fehlt auch das gesundheitsschädigende Arsen.

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